Samstag, 10. April 2010

Kurzes Update!

Moin moin,

wollte mich mal schnell aus dem warmen Imperial Valley melden. Eigentlich gibt es im Moment nicht viel zu berichten. Die Demonstrationen laufen jetzt in vollem Gange, nur ist das Zeitfenster Morgens und Abends relativ kurz. Über den Tag ist ein Pressen nicht möglich, da das Material viel zu trocken ist. Würde man so trockenes Alfalfa Heu pressen, würde der Kolben sämtliche Blätter vom Stängel abschlagen, und diese würden als Bröckelverluste auf dem Feld bleiben. In den Blättern steckt jedoch das, was man eigentlich haben will. Nämlich die Energie!
Für uns bedeutet das, dass wir, wenn wir Glück haben, morgens etwa 3 Stunden Pressen können, wobei morgens mal 3 Uhr und mal 7 Uhr sein kann. Kommt halt auf den Standort an. Dann geht es, wenn der Tau abends wieder kommt evtl. noch mal ab 8 Uhr für ein paar Stunden.

Aber um hier nicht alles doppelt zu schreiben verweise ich einfach mal auf den anderen Blog, den ich jetzt quasi als "Business Blog" für die Firma Krone pflege.


Dort findet ihr in Zukunft alles über die Demos. Ich hätte es lieber alles zusammen in diesem Blog gehabt, aber Privates und Geschäftliches muss ja nicht immer eine Einheit bilden.

Unter meinem Profil rechts in der Menüleiste findet ihr auch den Link zu dem anderen Blog.

Das war es für den Moment auch schon. Die Tage sind im Moment aufgrund der unglücklichen Demozeiten sehr lang, und ich erlebe wenig neben der Roadshow! Aber das wird sich dann nächste Woche auch ändern, denn dann kommt die PROFI mich besuchen.

Also, bis dahin!

Gruß Niklas

(Das Foto habe ich geschossen - folglich sitzt auf dem Traktor mein Kollege Blake und testet gerade seine
spanisch Kenntnisse während er dem mexikanischen "Operator" die Bedienung der Presse nahe bringt)

Sonntag, 4. April 2010

Das warten hat sich gelohnt!

Moin moin,

das warten hat sich gelohnt. Donnerstagmorgen um 5:30 Uhr konnte ich endlich die ersten Ballen pressen. Zwar nicht auf dem Feld, an dem wir am Tag vorher die Presse geparkt hatten, aber auf einer anderen Fläche des gleichen Interessenten. Wir haben den Traktor als morgens schnell umgesetzt, und dann gegen 6 Uhr dort angefangen zu pressen. Und ich muss sagen, BiG Pack fahren ist wirklich das einfachste, was ich bisher gemacht habe.
Die ersten Ballen waren dann auch gleich sehr schon. Die Waage im Ballensammelwagen zeigte genau das gewünschte Gewicht an (1600 lbs), die Ballenform war scharfkantig und die Ballen sahen aus wie Briketts. Leider kam dann jedoch etwas, was es im Imperial Valley eigentlich sonst nicht gibt - es fing an zu REGNEN! Recht schnell stieg das Ballengewicht an, und der Pressdruck verringerte sich zunehmend bei gleicher Presskraft - Ein Indiz für höhere Feuchtigkeit im Ballen. Die letzten Ballen hatten dann auch 2165 lbs bei gleicher Länge (86 inch) und somit mit fast 30% viel zu viel Feuchtigkeit. Für den Export dürfen sie max. 14 % haben. Also erst einmal wieder Abbruch.


Wir haben dann erst einmal alle zusammen ein ordentliches Frühstück bei Nana's Cafe in Holtville genossen, und dort über viele Features der BiG Pack gefachsimpelt. Da der Regen so schnell wie er gekommen war auch wieder aufgehört hat, schöpften wir Hoffnung, nachmittags weiter pressen zu können.

Nach einigen Stunden Wartezeit ging es dann ca. um 14 Uhr weiter. Die Schwade waren wieder so weit abgetrocknet, dass ein Pressen wieder möglich war.



Abends gegen 18 Uhr waren wir dann nach 87 Ballen fertig mit Pressen, und ein zufriedener Interessent und hoffentlich zukünftiger Kunde lud uns zum gemütlichen Grillen zu sich auf den Hof ein. Wir haben vorher nur schnell die Presse zurück zu Anthony Mertens, unserem Servicestandort im Imperial Valley gebracht, und dort mit dem Laubbläser sauber geblasen. Leider hatte der Regen am Vormittag jedoch den Staub so gut auf der Presse und dem JCB verklebt, dass wir nicht um den Hochdruckreiniger herum kamen. Das dann jedoch am nächsten Tag.

Freitagmorgen haben wir auf dem Weg zu Anthony dann einige potentielle Waschplätze ausfindig gemacht. In Holtville haben wir dann einen Selbstwaschplatz für PKW gefunden, der jedoch 11ft hohe Waschboxen hatte, die auch von der Breite evtl. ausreichend zu sein schienen. Die angesteuerten LKW Waschstrassen waren mir persönlich zu teuer - deswegen haben wir uns dann letztendlich dazu durchgerungen, den PKW Selbstwaschplatz anzusteuern, und zu checken, ob wir mit dem JCB da rein passen. Schließlich sagt der Aufkleber in der Kabine 11ft 6 inch Gesamthöhe. Um es vorweg zu nehmen - es hat genau gepasst. In der Höhe waren vielleicht 3 cm über, und in der Breite vielleicht 20 cm - 10 auf jeder Seite! Und letztendlich hat das Waschen dort weniger als ein Drittel gekostet.  



Nachdem wir unser Vorführgespann dann wieder schüssig hatten, und auch noch einige andere Sachen überprüft hatten, haben wir uns mit Tom Brown, dem Verkäufer von Central Implement und Anthony Mertens zum Mittagessen getroffen, und das weitere Vorgehen besprochen. Leider sind wir noch etwas zu früh, und jetzt vor Ostern hat keiner seine Flächen gemäht. Für die Woche nach Ostern gibt es jedoch schon einige Anfragen. Somit beschließen wir, nachmittags dass Wochenende zu beginnen. Da Blake in Los Angeles Verwandtschaft hat, und ich in San Diego jetzt schon einiges gesehen habe, beschließen wir, nach Los Angeles zu fahren.

Samstag fahren wir dann bei schönstem Wetter und leichtem Wind nach Santa Monica und verbringen den ganzen Tag dort zwischen Santa Monica Pier und Venice Beach. Dies alles ist auch für mich neu, da ich bei meinem letzten Aufenthalt dort nicht angehalten hatte, und ich muss sagen, dass mir auch dieser Ort sehr gut gefallen hat.


Besonders viel Spaß hat dieses Gerät am 'Muscle Beach' gemacht, an dem man sich wie (entschuldigt bitte den Vergleich) die Affen im Zoo von einem Ring zum anderen hangeln kann. Übrigens sieht es einfacher aus, als es dann letztendlich ist. Vor allem größere Leute hängen nämlich permanent mit den Füssen im Sand.


Hier im Hintergrund sieht man dann die Santa Monica Pier  - den Ausgangspunkt der legendären Route 66.


Hier ein Foto vom Ende der Pier - dem Ort, an dem Sich neben einem recht netten mexikanischen Restaurant auch die Hafenaufsicht befindet.

Hier mal ein Blick auf den Teil mit dem Amusementpark.

Und was ich auch sehr lustig finde - diese Fastfood Restaurant Kette:
Die Kette Bubba Gump Shrimp Company ist durch den Film 'Forrest Gump' inspiriert entstanden - das erste mal, dass es in dieser Reihenfolge passiert. Normalerweise kommen in Filmen ja real existierende Namen vor.
Und Forrest Gump habe ich gerade vor einigen Wochen noch hier im TV gesehen - übrigens in Originalsprache noch viel cooler als in der deutschen Übersetzung.


Hier dann einige Bilder von Venice Beach. Sehr interessant sind die vielen Kleinkünstler, die hier ihr Handwerk zeigen, und die vielen 'crazy people', die man hier antrifft.

Sehr schön fand ich auch dieses T-shirt Motiv, das ich an einem der zahlreichen Läden gesehen habe. Gut, tragen würde ich sowas nicht.....
..... aber ein Bild war es mir dann doch wert! ;-)

Abends haben wir dann noch einen kurzen Abstecher Richtung Sunset Blvd. und Hollywood Blvd. sowie Hollywood Hills gemacht, und von dort den Sonnenuntergang über L.A. beobachtet.


Hier mal ein frei Hand geschossenes Panorama Bild von den Aussichtspunkt in den Hollywood Hills. Leider habe ich nicht die entsprechenden Programme hier, um die Übergänge besser hin zu bekommen, und mit paint ist das Ganze dann doch recht schwierig. Aber immerhin passen die Fotos sauber aneinander.

Heute haben wir dann Blakes Tante besucht, und sie hat uns noch einige schöne Plätze in Santa Monica gezeigt. Leider hatte ich meine Digicam nicht mit, so dass es davon keine Bilder gibt. Kurz bevor wir dann wieder Richtung San Diego aufgebrochen sind, wackelte dann noch plötzlich mein Sessel, obwohl keiner dran gewackelt hat. Auch die Lampe über dem Tisch wackelte plötzlich. Das ganze waren Ausläufer des ca. 50 Meilen südlich von San Diego gelegenen Epizentrums des Erdbebens, das heute Nachmittag Mexiko mit der Stärke 6,9 auf der Richterskala erschüttert hat. Somit habe ich auch mal ein Erdbeben miterlebt. Ist irgendwie schon ein komisches Gefühl, wenn plötzlich alles wackelt. Zuerst zweifelt man an seinen eigenen Sinnen.

Also, bis dahin und zweifelsfreie Grüße

Niklas