heute melde ich mich das erste Mal aus dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“, genauer gesagt aus Reno, Nevada. Mein Flug gestern ist eigentlich überaus positiv verlaufen. Im Vorfeld macht man sich ja schon einmal Gedanken, ob alles klappt. Sind 2:30 h genug zum Umsteigen in Frankfurt? Es gibt ja schließlich den extra Security Check für die USA Flieger, Und wenn man Pech hat muss man auch noch von einem Terminal zum anderen durch diesen endlos wirkenden Tunnel, in dem die Laufbänder in die eigene Richtung immer defekt sind…. Murphys Law halt. Oder reicht die Zeit für die Immigration in San Francisco? Nachdem ich schon mal in Vancouver in der Immigration gestrandet bin - ich hatte damals nicht mit 3,5 Stunden Wartezeit gerechnet - und dann bis zum nächsten Tag auf den Anschlussflug warten musste, hat man dieses Erlebnis irgendwie immer im Hinterkopf. Aber gestern war irgendwie alles anders.
Ich bin um 8:30 Uhr in Krefeld aufgebrochen, war eine Viertelstunde später am Düsseldorf Airport, und saß bereits um 9 Uhr am Gate. Für mich persönlich ein neuer Rekord.
Meine Zwei Koffer wurden ohne Probleme von der freundlichen Dame am Lufthansa Schalter eingecheckt, obwohl ich laut Reiseauskunft nur ein Gepäckstück frei hatte, und das auch ohne Nachzahlung.
Dann in Frankfurt habe ich ebenfalls nur fast eine Stunde gebraucht, um ans Gate nach San Francisco zu kommen. Im richtigen Terminal war ich ebenfalls schon und somit entfiel der endlos wirkende Tunnel.
Der Große Vogel wurde ebenfalls pünktlich ans Gate gerollt, und auch das Einsteigen verlief eigentlich recht geordnet. Ob das wohl daran lag, dass der wichtige Mitarbeiter der Airline pausenlos neue Absperrungen und Zufürwege aufbaute und dann wieder Umbaute, und auch sonst sehr besorgt war, dass jeder auf seiner gedachten Linie an richtiger Position stand?
In San Francisco war ich trotz einer der Letzten, der aussteigen durfte, einer der Ersten an der Immigration für „Visitor“. Und auch hier habe ich es in unter einer Stunde ans neue Gate ohne Probleme geschafft. Auch ein neuer Rekord für mich. So schnell ging es bei meinen letzten USA Reisen noch nie.
Auf dem 11:23 Stunden dauernden Flug über den Teich, oder besser gesagt über Island, Grönland und quer über Kanada war der einzige noch freie Platz im Flieger mein Nachbarplatz, so dass ich trotz Economy zum Glück noch etwas Platz zur Seite hatte. Wie man sonst dort sitzen soll, möchte ich mir eigentlich auch gar nicht vorstellen.
Und zwischendurch habe ich aus meinem Fenster immer wieder tolle Landschaften gesehen – alles tief verschneit, bis Kalifornien. Hier mal ein paar Impressionen:
Kurz vor Grönland
Über Grönland
Westküste Grönlands
Über Kanada
"Ice-Road" in Kanada, nördlich von Edmonton
Leider ohne Verkehr!
Hier mal eine Übersicht über die Flugroute
Langsam nähert man sich nach Stunden auch wieder besiedeltem Gebiet. Sehr ungewohnt für uns Europäer ist das Schachbrettmuster, welches komplett über die Landschaft gelegt wird, und auch nur durch Flüsse und Täler etwas beeinflusst wird.
Selbst in Kalifornien liegt noch Schnee - die dominierende Farbe auf meiner Reise war also weiß!
Hier der Anflug aus San Francisco - leider Lag die Stadt unter einer dicken Schicht aus Wolken, so dass ich weder die Golden Gate Bridge noch die Küste wirklich gut sehen konnte.
In Reno angekommen habe ich sofort Brant Raines, unseren Mann vor Ort getroffen, der mich freundlicherweise vom Flughafen abgeholt, und mir ein Hotel besorgt hat. Das Hotel ist für jemanden wie mich schon beeindruckend. Ich glaube, es hat 27 Stockwerke, und unten ist ein großes Casino im Haus, in dem man an vielen einarmigen Banditen aber auch bei anderen Gelegenheiten sein Geld loswerden kann.
Ich bin im 14. Stock untergebracht, und habe den Blick über Reno und den Flughafen.
Wie man mir erzählte, sollen hier im Hinterland mit besten Skigebiete der USA liegen. Auf jeden Fall sprechen die vielen Reisenden am Flughafen mit ihren Skisäcken dafür.
Soviel für den Moment!
Gruß aus dem 7°C kalten Reno, Nevada
Niklas
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