heute möchte ich euch etwas über eine Frucht zeigen, die hier in der Gegend westlich von Sunnyside angebaut wird. Mir war das Verfahren bisher total unbekannt, aber vielleicht lag das ja auch nur an mir. Übrigens wird das gleiche Verfahren bei Minze angewendet.
Aber hier mehr zu der Frucht, um die es heute geht....
Und so sieht sie aus! Ich nenne mal bewusst nicht, was es ist. Ihr dürft also raten! Die Lösung des Rätsels darf gerne über die Kommentarfunktion genannt werden - oder aber auch als email direkt an mich. Über meine Krone Adresse (vorname.nachname[at]krone.de) erreicht ihr mich jederzeit! Wenn ihr die Bilder größer sehen wollt - einfach drauf klicken!
Also, wie ihr seht, ist die gesuchte Pflanze gelb, und man benötigt im Wesentlichen die Samen. Da das Ernten der Samen in diesem Reifezustand jedoch recht kompliziert ist, wird kurzerhand alles abgemäht, und dann in besondere Anhänger gehäckselt.
Am Verarbeitungsort angekommen werden die Anhänger ziemlich genau zwei Stunden an dieser Stelle geparkt, und es werden zwei Leitungen angeschlossen. Eine Zuleitung unten, und eine Absaugung oben.
In der angrenzenden Halle stehen zwei große "steamer", also mit Gas betriebene Dampfgeneratoren, die jede Menge Wasserdampf erzeugen.
Direkt daneben befindet sich der Bereich, in dem etliche Kondensatoren aufgebaut sind. In Ihnen wird der Dampf wieder zu Wasser - und natürlich zu dem, worum es hier geht.
Im Nachbarraum befinden sich dann die Schaltzentrale und eine andere für den Prozess sehr wichtige Apparatur. Im Bild ist diese hinter der netten jungen Dame zu sehen. Diese ist für den wichtigen Schritt verantwortlich. In dem Raum wie auch im ganzen Tal riecht es übrigens sehr gut nach der gesuchten Frucht.
Zum Schluss bleiben eigentlich nur zwei Sachen über. Das eine (und das gesuchte) befindet sich in dem Fass neben der Waage, und das andere (quasi der Abfall) befindet sich auf dem LKW auf dem nächsten Bild und wird wieder auf dem Feld verteilt.
Also, ich bin gespannt, ob mir jemand von euch die gesuchte Lösung nennen kann.
Was gab es sonst noch die letzten Tage - Außer viel Arbeit eigentlich wenig. Letztes Wochenende habe ich mir einfach mal frei genommen - weswegen die Blog Updates auch etwas verspätet kommen - und habe alte Bekannte in British Columbia, Kanada besucht. In 2006 habe ich ja den August bei Beaumont Timber in Salmo verbracht, und seinerzeit hatte ich bei einer Mitarbeiterin, Mary, gewohnt. Letztes Wochenende war es dann so weit, dass ich Mary mal wieder besucht habe. Ist irgendwie schon cool, wenn man bedenkt, dass es vier Jahre her ist, dass ich dort war, aber eigentlich ist alles beim alten geblieben, und es kam mir vor, als ob ich gestern da gewesen bin. Wir haben dann wieder einen Tag am Pend D'Oreille verbracht, und waren wie in alten Zeiten schwimmen. Gut, vor vier Jahren war das Wasser wohl etwas wärmer - glaube ich zumindest, bin mir da auch ziemlich sicher - aber es war im wahrsten Sinne des Wortes COOL!
Auch das traditionelle Brückenspringen gehörte wieder zum Programm, wobei ich mich auch diesmal noch nicht dazu durchringen konnte, die ca. 8 Meter in ein unbekanntes, kaltes Gewässer zu springen. Aber vielleicht nächstes Mal.
Abends sind wir dann nach einem vorzüglichen Abendessen - das Zweite in den letzten sechs Monaten, dass nicht aus einem Restaurant stammt - zusammen mit einigen Freunden von Mary nach Trail gefahren, da eine Nachbarin von ihr mit ihrer Rockband dort in einer Kneipe aufgetreten ist. Zuvor hatten wir noch kurz Besuch von einem Bären, der jedoch nur auf dem Rückweg von Nachbars Apfelbaum kurz Marys Garten durchquert hat.
In Trail hatten wir dann einen sehr schönen Abend, der dann auch bis in den frühen Morgen andauerte. Auf dem Hinweg kamen wir in eine Polizeikontrolle, und der Officer, der nach seinen eigenen Angaben ein Jahr lang Deutsch studiert hat, konnte mit meinem Führerschein reichlich wenig anfangen. Seine Worte, nachdem er die Plastikkarte mehrmals herum gedreht hat: "Wenn du mir sagst, dass das dein Führerschein ist, dann wird das wohl ok sein. Gute Fahrt!"
Auf dem Rückweg sind wir dann die Backroads gefahren, und kurze zeit später hatte ich wieder ein Auto hinter mir. Nach kurzer Zeit ging dann auch bei dem Auto wieder das Blaulicht an, und ich bin rechts ran gefahren. Auch dieses war wieder eine allgemeine Verkehrskontrolle, und auch dieser Cop hat ungefähr genau so reagiert, wie sein Kollege. Ist aber auch nicht zu verlangen, dass ein kanadischer Polizist einen europäischen Führerschein erkennt / versteht. Wahrscheinlich weiß er nicht einmal, wo Europa liegt...
Sonntag waren wir dann noch ein einem schönen Creek, jedoch war auch hier das Wasser noch sehr kalt, und die Mücken waren leider schon sehr hungrig.
Außerdem hat Mary mir noch einige Stellen gezeigt, die sich etwas verändert haben. Eine ist diese:
Vor vier Jahren habe ich fast eine Woche damit verbracht, im Dichten Unterholz zusammen mit Shaun dieses Gelände per GPS zu vermessen. Jetzt ist es abgeholzt. Eine andere Stelle ist diese:
Vor drei Jahren ist ein großes Buschfeuer von links den Hang hinunter gekommen, über den See gesprungen, und hat sich dann am rechten Ufer wieder empor gefressen. Etliche Hektar Wald sind dabei verbrannt. Glücklicherweise konnten die Bäume zum Großteil noch verwertet werden, da die Flammen so schnell waren, dass lediglich die Borke etwas verbrannt ist, dass Stammholz jedoch nichts abbekommen hat.
Sonntag Nachmittag bin ich dann gegen vier Uhr wieder aufgebrochen, und abends um 23 Uhr war ich dann wieder in Sunnyside, Washington, wo wir derzeit unsere Presse vorführen. Aber mehr dazu im Krone Blog!
Gruß Niklas
Dill
AntwortenLöschenHerzlichen Glückwunsch,
AntwortenLöschenda liegt "anonym" doch mal gar nicht so schlecht! In der Tat wird Dillöl produziert. Die Anhänger mit dem gehäckselten Dill werden 2 Stunden "bedampft", und der Wasserdampf löst die Öle aus der Pflanze. Anschließend wird der Dampf kondensiert, und im Kondensat schwimmt das Öl auf. Dieses muss dann nur noch abgefüllt werden.
Gruß Niklas