Dienstag, 16. Februar 2010

Smith Valley

Moin moin,

heute morgen haben wir einen Ausflug ins "Smith Valley" süd- östlich von Carson City gemacht.

Zweck unserer Reise war das Abholen von zwei Ersatzrädern für die BiG Pack, die ich in meinem Trailer mitnehmen werde. Ich hoffe zwar, dass ich sie nie brauchen werde, aber bei so vielen Kilometern oder Meilen, weiß man ja nie.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich den örtlichen Krone Händler kennen gelernt, und haben mit ihm über die Roadshow und mögliche Kunden in seinem Gebiet gesprochen. Sehr überrascht waren wir über das große Interesse in dieser Region. Ich denke also, dass ich im Mai wieder hier her kommen werde.
Aber folgend einige Impressionen aus dieser Gegend. Die Landschaft steht hier schon sehr unter dem Einfluss der nahe gelegenen Wüste. Alles ist deutlich trockener, und man meint fast, man fährt quer durch eine Western-Kulisse. Ob das wohl daran liegt, dass die "Ponderosa Ranch" aus dem Klassiker "Bonanza" nicht weit entfernt liegt?

Auch erinnerte mich die Landschaft gleich an einen meiner Lieblingsfilme. "Convoy" mit Chris Kristofferson. Irgendwie habe ich jede Minute darauf gewartet, dass "Rubber Duck" mit seinem schönen schwarzen Mack um die Ecke biegt.

Das Smith Valley ist dann jedoch schon wieder deutlich landwirtschaftlicher geprägt. Die Steppenroller, oder auch Tumbleweed, weichen grünen Grasflächen, und man sieht das Vieh auf den Flächen stehen.


Und dieser Anblick kommt einem schon fast wieder vertraut vor. Gerade in dieser Umgebung mit seinen jetzt im Winter ehr blassen Farben strahlen einen die grün-beigen Maschinen geradezu an.


Für mich auch sehr interessant: Hier auf dem Land scheint die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein, ohne dass jetzt böse zu meinen. Wenn man diesen Händler als Europäer das erste mal sieht, ist man erst einmal skeptisch. Man ist zwar von Zuhause nicht unbedingt große Glaspaläste mit Showroom und top ausgestatter Werkstatt gewöhnt, nur unterscheiden sich die Locations, die ich in Deutschland bisher besucht habe, schon ziemlich von dieser hier. 
 
Neue Maschinen stehen kreuz und quer auf dem Hof, nein, besser auf der Fläche vor dem Laden oder auf einer der beiden Abstellflächen etwas die Straße rauf und runter. Der Boden unter den größeren Anbaugeräte ist jetzt nach dem Winter etwas aufgeweicht, und nicht mehr benötigte, geschlachtete Maschinen stehen in einer Reihe mit den Neuen.

Kommt man dann in den Laden, muss man recht schnell feststellen, dass es alles gibt, was das Herz begehrt. Auf engstem Raum sind alle wichtigen Ersatzteile vorhanden, Schrauben können noch einzeln gekauft werden, und SAP ist etwas schier unbekanntes. Im Lebensmittelbereich hieß sowas bei uns früher "Tante Emma Laden". Aber was viel wichtiger ist - hier nimmt sich der Chef noch Zeit für seine Kunden. Man kennt sich gut, wechselt ein paar Worte mehr, als nur das Geschäftliche, und überhaupt, die ganze Atmosphäre im Laden macht einen netten, persönlichen Eindruck. Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn ich hier wieder zum Vorführen hin komme.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch schnell bei einem Geschäft für Bodenbeläge angehalten, und ein Reststück Linolium-Boden für den Trailer erworben. Mit diesem Bodenbelag (übrigens im mediterranen Fliesen Look ;-) ) erhoffen wir uns, dass der Trailer leichter zu reinigen ist, und dass Feuchtigkeit und evtl. austretendes Öl und Fett nicht so schnell in den Boden eindringen. Heute Nachmittag habe ich dann den Boden im Trailer verlegt, und mit dem individuellen Ausbau begonnen. Morgen werden wir einige Stahlschränke und weiteren Kleinkram wie Haken, Zurrösen etc kaufen, damit ich den Trailer diese Woche noch fertig bekomme. Denn nächste Woche werde ich zusammen mit meinem Kollegen Blake Fuller den Süden Kaliforniens, also die Gegend, in der ich Starten werde, besuchen. Auch hier heißt es dann, die Händler kennen zu lernen, Feinheiten zur Roadshow planen, die Gegend schon mal ein bisschen vorab zu erkunden, und vor allem festzustellen, wann es endlich los geht!

Von mir aus kann die Ernte endlich kommen. Doch dazu mehr in einem der nächsten Blog-Beiträge.

Gruß Niklas
Zum Schluss noch ein Stimmungsfoto, auch wenn es heute morgen am Anfang des Tages (6:30 Uhr) entstanden ist.

Sonntag, 14. Februar 2010

Ausflug zum Lake Tahoe über Mount Rose

Moin moin,

Sonntag - was macht man da? Klar, man guckt sich ein wenig die Umgebung an. Shoppen wäre zwar tendentiell hier in den USA auch möglich, da die meisten Geschäfte genau so geöffnet haben, wie an allen anderen Wochentagen, vielleicht mit leicht geänderten Öffnungszeiten, aber irgendwie hatte ich dazu keine Lust.

Also habe ich mich gegen 11 Uhr auf dem Highway 395 Richtung Süden aufgemacht, immer das Ziel Lake Tahoe vor Augen.
Hier mal eine Übersicht über die Region bzw. die Route, die ich gewählt habe.

Kurz hinter Reno endet der gut ausgebaute mehrspurige Highway allerdings in einer Baustelle, und es geht auf kleineren Straßen dann auch recht schnell westwärts in die Berge.

Zuerst noch auf gut ausgebauten mehrspurigen Straßen, zumindest solange sich noch Wohngebiete rechts und links der Straße befinden.

Später dann auf einem nur noch zweispurigen Highway. Hier gewinnt man auch schnell an Höhe, und das auf 1300 ft gelegene Reno verschwindet schnell hinter und unter einem.

Am Mount Rose habe ich dann in einem der Skigebiete angehalten, und mir das Treiben dort mal aus der Nähe angesehen. Hier hatte ich auch endlich mal wieder Schnee unter den Füssen. Wusste schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt! *grins* Wobei der Schnee in den Rockys irgendwie anders ist. Irgendwie war er samtiger, und trotz geschätzten Temperaturen über 0°C (man konnte immerhin bequem im Hemd herumlaufen) war er irgendwie überhaupt nicht patschig, wie man das aus den Alpen oder auch dem Emsland kennt.

Insgeheim hatte ich mich ja schon gefragt, ob im alpinen Bereich auch Technik aus Deutschland eingesetzt wird, zumal es in Reno einen Stützpunkt der Kässbohrer Geländefahrzeuge AG gibt, aber dass nur Pistenbullys zum präparieren der Pisten eingesetzt werden, dass hat mich dann doch überrascht - und zugleich auch gefreut. Ich finde diese Fahrzeuge ja einfach nur genial, und finde es natürlich schön, dass man auch hier von ihnen überzeugt ist. Netter Nebeneffekt - Ich habe auch mal einen PB 400 aus der Nähe betrachten können.
Aber ich schweife ab....

Das Skigebiet fand ich auf den ersten Blick klein, auf den zweiten Blick gibt es aber durchaus viele schöne, fast parallel verlaufende Pisten, die auch zumindest von unten ordentlich steil aussahen, und vor allem sehr leer waren, was man von dem Einstieg am Lift und der Gastronomie nicht unbedingt behaupten kann. Gut, heute war Sonnenschein und Sonntag - beides Argumente für eine volle Piste.

Ich habe mich dann auch wieder auf die Weiterreise begeben, denn schließlich wollte ich ja noch bis zum Lake Tahoe kommen. Weiter ging es also durch verschneite Landschaften, an den Straßenrändern standen teilweise etliche Autos, viele auch mit Anhängern, und seitlich führten überall die verräterischen Spuren der Schneemobile, oder auch Skidoos, in den Wald. Dazu hätte ich ja auch mal Lust. Ich glaube, dass man seine Freizeit in so einer Gegend gut rum bekommen kann, sofern auch das Nötige zwischen Daumen und Zeigefinger ausreichend vorhanden ist.

Ach ja, zwischenzeitig habe ich noch den höchsten Punkt meiner Route mit 8900 ft hinter mir gelassen. Fast 3000 Meter Seehöhe!


Noch mal ein Blick zurück nach Reno - übrigens, der große weiße Kasten ist mein Hotel, wieder das Grand Sierra Resort. Nur bin ich diesmal im 23. Stock und habe einen wunderbaren Ausblick!

Und dann, einige Meilen weiter, hinter einer Kurve kam er dann endlich zum Vorschein - der Lake Tahoe!

Sieht schon irgendwie toll aus, wie still das Gewässer sich in die Berge einbettet. Leider war der Himmel wieder etwas wolkig, so dass sich die Berge nicht perfekt im Wasser gespiegelt haben. Naja, egal. erst mal runter zum Ufer!

Ich stelle wieder fest, dass ich eigentlich ein Wassermensch bin. Ich liebe es, am Meer zu sein. Und auch hier flogen ein paar kreischende Vögel, aufgrund des geringen Wasserstandes war am Ufer so etwas wie ein breiter Strand, und überhaupt, einfach ein schöner Fleck dort. Auch wenn die Jahreszeit ja nicht so einladend ist. Am Ufer war eigentlich überall das gleiche Bild. Tolle Holzhäuser ziehen sich ganz am Ufer entlang, fast jedes mit einem eigenen Bootssteg, und dahinter verläuft die Küstenstraße. Immer wieder wird es etwas belebter, und es sind Geschäfte und Imbisse etc. vorhanden. Auch an einer Marina bin ich vorbei gekommen, aber bis auf abgerödelte Stege und eine Hand voll größerer Motorboot war dort nichts zu sehen.

Hier habe ich dann irgendwann überlegt, wie ich meine Route fortsetze. Entweder langsam umdrehen, Kalifornien wieder verlassen, und zurück über Mount Rose, oder weiter bis Tahoe City, und dann dem "Abfluss" Truckee zur Interstate folgen. Den Weg zurück auf der Interstate kenne ich zwar schon von der Tour nach Tulare, doch war das mit der interessanteste Teil, da das Tal sehr eng ist, und nur die Eisenbahnlinie, der Fluss und die Interstate hinein passen.
Ich habe mich dann für zweiteres entschieden, und bin weiter bis zum "Abfluss" des Lake Tahoe.

Das hatte ich mir dann zwar in der Tat etwas interessanter vorgestellt, so mit tosenden Wasserfällen und so, aber wie man sieht geht es doch ehr ganz geruhsam zu. Die Fische unten im Becken sind sogar vor lauter Ruhe gestorben ;-)
Naja, der See hat aber auch bestimmt 1-1,5 Meter weniger Wasser. Ich denke während der Schneeschmelze wird hier auch mehr los sein. Wobei tosende Wasserfälle wird es dann auch nicht geben. Naja, egal. Ich bin dann zurück Richtung Interstate, und habe mir auf dem Rückweg natürlich immer mit einem Auge auf der Straße die interessanten hölzernen Wasserkanäle noch mal angeguckt. Solche Bauwerke faszinieren mich irgendwie. Wenn man sich überlegt, welchen Aufwand man zur Errichtung getrieben hat.
Soviel für heute von meiner kleinen Erkundungsreise. Wenn ich die Ufer des Lake Tahoe mit Kanada vergleiche, dann ist es schon sehr ähnlich. Und Kanada hat mir 2006 schon sehr sehr gut gefallen. Hier mal ein Bild aus Kanada, genauer gesagt aus Nelson, BC.


Also, bis die Tage. Die Woche werde ich erst mal den Trailer so weit fertig machen, dass ich meinen Kram für die Roadshow wie Ersatzteile, Verbrauchsgüter etc. unter bekomme, und dann sehen wir weiter.

Ich melde mich - bis dann!

Gruß Niklas

Freitag, 12. Februar 2010

Zurück in Reno, Nevada

Moin moin!

Heute haben wir die Reste auf unserem Stand aufgeräumt, alles bestens verpackt, und dann ging es zurück Richtung Reno. Eigentlich habe ich heute auch nicht viel zu erzählen, ich wollte euch aber ein paar Fotos aus Kalifornien und Nevada, die ich unterwegs geschossen habe, nicht vorenthalten.

Vielleicht ist es noch ganz interessant zu erwähnen, dass Kalifornien mit 13,5% (2006) des jährlich erwirtschafteten Bruttoinlandsproduktes der wichtigste Industrie- und Handlesstaat der USA ist. Von den USA losgelöst wäre Kalifornien damit die achtgrößte Weltwirtschaftsmacht hinter den USA selbst. Einen nicht unerheblichen Anteil spielen dabei gerade im Süden einerseits die preisgünstigen Erntearbeiter aus Mexiko, und auf der anderen Seite natürlich das optimale Klima mit den pazifischen Einflüssen. Der schlechten Wasserversorgung wird mit Hilfe von großen Speicherreservoiren und langen Aquädukten und Kanälen aus den Rockys entgegengewirkt. Angebaut wird in Kalifornien hauptsächlich Baumwolle, Gerste, Weizen, Mais, Reis, Hafer, Bohnen und Zuckerrüben. Aber auch Südfrüchte- und Gemüseanbau findet sich im kalifornischen Längstal mithilfe der künstlichen Bewässerung, bei der die Felder teilweise komplett geflutet werden. Vieh- und Geflügelzucht bilden ein weiteres großes Standbein. Außerdem kommen 90% des in den USA produzierten Weines aus Kalifornien.

 
Hier mal das typische Bild am Highway 99. Mandeln und Walnüsse werde in großen Plantagen angebaut.
Aber auch Grapefruitplantagen sind am Wegesrand zu sehen.
Zitrusfrüchte zieren ebenfalls den Wegesrand, und die Plantagen fangen jetzt langsam an zu blühen, während diese Bäume außerhalb einer Plantage noch ihre Früchte tragen.
Ein weiterer wichtiger landwirtschaftlicher Bereich ist zum Glück die Fleischproduktion. Hier sieht man einen riesigen Rinderstall, wobei der Begriff Stall schon eigentlich zu viel ist. Dach wäre besser, wobei das auch nur über Teilflächen zu finden ist. Hauptsache, sie Fressen Futter, dass mit Krone Maschinen geerntet wird ;-)Angeblich sind die kalifornischen Kühe die glücklichsten in den USA - wurde mir zumindest berichtet. Gefragt habe ich natürlich keine!
Wo Vieh ist, benötigt man natürlich auch Futtermittel. Wobei der Getreideanbau gerade in dieser Region hier ehr seltener zu finden ist. Und wenn nur als 'winter forage'. Das Ganze wird dann aber siliert, wenn ich es richtig verstanden habe.
Dieses ist ein Ballen-Ladegerät von "Sunny D Manufacturing" oder auch Oregonroadrunner. Quasi ein großer Gabelstapler in Rückwärtsfahrt auf den Highway, der von vorne aber wie ein LKW aussieht! Leider habe ich (noch) kein Foto von vorne!
UPDATE:
Auch dem Kollegen M. Uesbeck vom Krone Service ist dieser schnelle Stapler bei seinem Aufenthalt 2008 in Oregon aufgefallen. Vielen Dank für dieses Foto! Jetzt seht ihr diesen Highway tauglichen high-speed Stapler auch mal von der anderen Seite.

Hier sind wir dann nach einer ganzen Weile auf dem State-Highway 99 seit Sacramento endlich auf der Interstate 80 Richtung Osten unterwegs. Dieser Highway führt uns über den 7500 ft hohen Yuba Pass direkt nach Reno, Nevada.


Neben der Interstate nutzt auch eine Bahnline diesen Pass, um die Rockys zu überqueren - und überquert dabei mehrfach auf interessant wirkenden Brückenbauwerken die Interstate.

Hier sieht man auf Gegenspur gerade zwei Heutransporter kommen, die hoffentlich nur mit Krone Ballen beladen sind. Denn nur mit BiG Pack HDP Ballen lässt sich so ein LKW gewichtsmäßig richtig ausladen.

Hier geht es auf ca. 5500 ft nochmal etwas runter, bevor es dann bis auf den Pass hoch geht. Auf der linken Seite neben dem Highway sieht man die Trasse der Eisenbahn

Auf dem Pass bei 7500 ft. Seehöhe erstrecken sich dann seitlich der Interstate die angeblich schönsten Skigebiete der USA. Ob das wiklich so ist, kann ich nicht sagen. Ich hoffe aber, dass ich es evtl. noch mal ausprobieren kann.
Bei der Abfahrt richtung Nevada sieht man dann sehr schnell eine völlig andere Vegetation. Während auf der kalifornischen Seite eine satte, grüne Vegetation zu finden ist, die von den Westwinden permanent mit Feuchtigkit aus dem pazifischen Raum versorgt wird, herrscht in Nevada ein wüstenähnliches, trockenes Klima.
Kurz vor Reno habe ich dann auch einen lang ersehnten Güterzug über die Rockys vor die Linse bekommen. Gezogen von mehreren Lokomotiven.....
.... bestückt mit scheinbar unendlich vielen Güterwagen mit teilweise doppelt gestapelten Containern.....
..... wird der Zug dann auch noch von einer Lok geschoben.

Sehr interessant finde ich auch diese hölzernen Schlangen, die sich in dem Flussbett entlangziehen, und immer weiter aus demselbigen emporklimmen. Diese Wasserkanäle enden dann irgendwann entweder an irgendwelchen Wasserverarbeitenden betrieben oder aber in Wasserkraftwerken.
Hier nach dem Abfluss des Überschusses links im Bild.
Hier dann zum Schluss noch ein Bild kurz vor der Ankunft in Reno. Die Berge sind im Vergleich zu Kalifornien ehr kahl, und das Wüstenklima macht sich bemerkbar.

So viel für heute!
Gruß Niklas

PS: Einen habe ich noch zum Thema XXL und Bigger is better!

Donnerstag, 11. Februar 2010

Tulare Farm Show - That's it!

Moin moin,

so, das war's! Die Tulare Farm Show ist um, und wir alle blicken auf drei (gut, ich leider nur auf zwei ;-)) sehr erfolgreiche Tage zurück. Das Interesse sowohl an den Krone Maschinen als auch an der Roadshow war überaus groß, und die Liste der Interessierten, die gerne die BiG Pack 1290 HDP im Feldeinsatz sehen wollen, ist recht lang geworden. Das Klima auf dieser Messe war für mich vielleicht gerade deswegen auch so nett, weil weitestgehend neue, sehr interessiert Kunden kamen, die sich begeistert über die Technik made in good old Germany informieren wollten, und sich immer wieder staunend alles erklären ließen. Nicht selten hörte man: "German engineers are the best!" Dieser Typ Kunde ist natürlich dann auch von mir, einem mit zwei Jahren Erfahrung relativen Neuling bei Krone, besser und fachkundiger beratbar, als ein alteingesessener Kunde, der seit 40 Jahren Krone Maschinen auf dem Hof hat, und gerne die Veränderungen der heutigen Generation zu einem Modell von vor 15 Jahren wissen möchte. Aber nichts für ungut - solange der Kunde zufrieden bis begeistert ist bzw. sich für ein Produkt begeistern lässt, macht die Arbeit auf solch einer Messe richtig viel Spass.

Wenn dann das Drumherum noch stimmt, dann wird es richtig gut. Zum Drumherum: Die Verpflegung, die ich mich erst heute wieder getraut habe zu genießen, war gut, dass Wetter sah schon heute morgen um 7:00 Uhr mit diesen Aussichten
recht vielversprechend aus, und als dann neben tollen Maschinen auch noch andere gutaussehende "Sachen" entdecken durfte, da war der Tag doch eigentlich schon gerettet.

(Und nein Schoppe, ich meine ausnahmsweise mal nicht den Trecker!)
Schade eigentlich nur, dass "Dairy Princess" nach dem Foto genau so schnell wieder verschwunden war, wie sie vorher aufgetaucht war.

Naja, vielleicht sieht man sich ja mal irgendwo in der Gegend wieder!

Zum Schluss mussten dann alle nochmal richtig mit anpacken.
 
Das Ganze hatte aber weniger etwas mit einem defekten Hydraulikzylinder als viel mehr mit dem sportlichen Ergeiz oder nennen wir es auch Übermut eines gewissen Kollegen zu tun. Wobei bei der Ballenschurre der BP 12130 hat dann auch er dicke Backen gemacht, und die andern haben kurzerhand mit Hand angelegt.
(BP 1290 ist übrigens kein Problem, die Schurre bekommt man alleine auch gegen den Unterdruck im Zylinder eingeklappt.) Naja, nachdem jetzt fast alles verpackt ist, werden wir morgen früh noch schnell den JCB zum örtlichen Händler bringen, dann die letzten Dinge einpacken, und zurück nach Reno fahren. Ich wünsche euch bis dahin alles Gute!

Die vorerst letzten Grüsse aus dem heute sehr sonnigen und angenehm warmen Tulare, California!

Niklas

Mittwoch, 10. Februar 2010

Tulare Farm Show

Moin moin,

Vorgestern war dann der "große" Tag für mich. Wir sind morgens das erste mal zur Farm Show gefahren, um dort alles aufzubauen und vorzubereiten, und ich habe das erste mal "mein" Gespann gesehen.
Hier dann auch noch Bilder vom Anhänger:

Alles in allem sieht mein Gespann einfach super aus. Der Traktor ist zwar noch nicht der endgültige, aber er ist baugleich mit meinem. Da aber neben meinem Gespann noch einige andere Maschinen auf dem Krone Stand zu sehen sind, und zwar ein BiG X1000, ein BiG M400, zwei weitere BiG Packs, 1290 und 12130 sowie Pickup und EasyCollect, und da all diese Maschinen vom Transport noch mächtig dreckig waren, hatten wir den ganzen Tag gut zu tun. Gegen Abend hatte ich dann aber trotzdem noch mal die Möglichkeit, eine kleine Runde über das Gelände zu machen. Es ist schon interessant, was es hier für Maschinen gibt, die ich sonst so noch nie gesehen habe.
Hier z.B. was zur Gehölzpflege
Oder ein Tomaten-Vollernter
Auch große Spurweiten sind beliebt
Abends kam dann ein unschöneres Kapitel, dass mich dann den ganzen gestrigen Tag ins Bett gefesselt hat. Irgendwie wollte mein Magen partou nicht so, wie ich. Vor allem wollte er nichts in sich behalten. Die Nacht durfte ich fast jede Stunde recht rasant das Bad aufsuchen, aber gestern gegen Abend war das Ganze schon wieder besser. Leider konnte dadurch natürlich am ersten Tag nicht auf der Messe sein, aber heute werde ich das ganze dann nachholen. Mal sehen, ob US-Messen sich sehr von den Unseren unterscheiden.

Bis demnächst!

Gruß Niklas