Mittwoch, 28. Juli 2010

HydroPlanes - High Speed in Kennewick!

Moin moin,

heute nur ein kurzes Update, dafür aber etwas, was ich euch nicht vorenthalten möchte. Letztes Wochenende fand auf dem Columbia River in Kennewick ein "Hydroplane Race" statt. Hydroplanes sind die wohl schnellsten und spektakulärsten Rennbote, die auf dem Wasser bewegt werden.






Leider können Bilder ja keine Bewegung und vor allem keine Geräuschkulisse wiedergeben - aber diese Boote sind verdammt schnell, und vor allem stehen sie geräuschmäßig einem Düsenflugzeug in nichts nach. (Schließlich werden die meisten Boote ja auch von einem Düsentriebwerk angetrieben) Man könnte es auch mit „Formel 1 auf dem Wasser“ vergleichen.

Hier mal ein paar Links zum Thema:

In den Pausen wurde das Programm dann von Kunstflug untermalt.


Mein Fazit zu dieser Veranstaltung: Sehr interessant, und netterweise konnte man auch von den Bereichen am Fluss, wo man keinen Eintritt zahlen musste (25 $ + 10 $ fürs parken) noch genügend sehen und hören.

Mich hätte das "Fahrerlager" noch interessiert, aber dort habe ich keine Zuschauer gesehen - ich denke also, das wäre auch trotz Eintritt nicht möglich gewesen.


So viel für den Moment - Euch alles Gute und bis die Tage!

Niklas

Sonntag, 25. Juli 2010

Ein kleines Quiz für kluge Köpfe!

Moin moin,

heute möchte ich euch etwas über eine Frucht zeigen, die hier in der Gegend westlich von Sunnyside angebaut wird. Mir war das Verfahren bisher total unbekannt, aber vielleicht lag das ja auch nur an mir. Übrigens wird das gleiche Verfahren bei Minze angewendet.

Aber hier mehr zu der Frucht, um die es heute geht....


Und so sieht sie aus! Ich nenne mal bewusst nicht, was es ist. Ihr dürft also raten! Die Lösung des Rätsels darf gerne über die Kommentarfunktion genannt werden - oder aber auch als email direkt an mich. Über meine Krone Adresse (vorname.nachname[at]krone.de) erreicht ihr mich jederzeit! Wenn ihr die Bilder größer sehen wollt - einfach drauf klicken!

Also, wie ihr seht, ist die gesuchte Pflanze gelb, und man benötigt im Wesentlichen die Samen. Da das Ernten der Samen in diesem Reifezustand jedoch recht kompliziert ist, wird kurzerhand alles abgemäht, und dann in besondere Anhänger gehäckselt.



Diese Anhänger werden dann mit besonderen LKW zu dem eigentlichen Verarbeitungsort gebracht. Das sieht dann so aus!


Am Verarbeitungsort angekommen werden die Anhänger ziemlich genau zwei Stunden an dieser Stelle geparkt, und es werden zwei Leitungen angeschlossen. Eine Zuleitung unten, und eine Absaugung oben.


In der angrenzenden Halle stehen zwei große "steamer", also mit Gas betriebene Dampfgeneratoren, die jede Menge Wasserdampf erzeugen.


Direkt daneben befindet sich der Bereich, in dem etliche Kondensatoren aufgebaut sind. In Ihnen wird der Dampf wieder zu Wasser - und natürlich zu dem, worum es hier geht.


Im Nachbarraum befinden sich dann die Schaltzentrale und eine andere für den Prozess sehr wichtige Apparatur. Im Bild ist diese hinter der netten jungen Dame zu sehen. Diese ist für den wichtigen Schritt verantwortlich. In dem Raum wie auch im ganzen Tal riecht es übrigens sehr gut nach der gesuchten Frucht.


Zum Schluss bleiben eigentlich nur zwei Sachen über. Das eine (und das gesuchte) befindet sich in dem Fass neben der Waage, und das andere (quasi der Abfall) befindet sich auf dem LKW auf dem nächsten Bild und wird wieder auf dem Feld verteilt.


Also, ich bin gespannt, ob mir jemand von euch die gesuchte Lösung nennen kann.

Was gab es sonst noch die letzten Tage - Außer viel Arbeit eigentlich wenig. Letztes Wochenende habe ich mir einfach mal frei genommen - weswegen die Blog Updates auch etwas verspätet kommen - und habe alte Bekannte in British Columbia, Kanada besucht. In 2006 habe ich ja den August bei Beaumont Timber in Salmo verbracht, und seinerzeit hatte ich bei einer Mitarbeiterin, Mary, gewohnt. Letztes Wochenende war es dann so weit, dass ich Mary mal wieder besucht habe. Ist irgendwie schon cool, wenn man bedenkt, dass es vier Jahre her ist, dass ich dort war, aber eigentlich ist alles beim alten geblieben, und es kam mir vor, als ob ich gestern da gewesen bin. Wir haben dann wieder einen Tag am Pend D'Oreille verbracht, und waren wie in alten Zeiten schwimmen. Gut, vor vier Jahren war das Wasser wohl etwas wärmer - glaube ich zumindest, bin mir da auch ziemlich sicher - aber es war im wahrsten Sinne des Wortes COOL!


Auch das traditionelle Brückenspringen gehörte wieder zum Programm, wobei ich mich auch diesmal noch nicht dazu durchringen konnte, die ca. 8 Meter in ein unbekanntes, kaltes Gewässer zu springen. Aber vielleicht nächstes Mal.

Abends sind wir dann nach einem vorzüglichen Abendessen - das Zweite in den letzten sechs Monaten, dass nicht aus einem Restaurant stammt - zusammen mit einigen Freunden von Mary nach Trail gefahren, da eine Nachbarin von ihr mit ihrer Rockband dort in einer Kneipe aufgetreten ist. Zuvor hatten wir noch kurz Besuch von einem Bären, der jedoch nur auf dem Rückweg von Nachbars Apfelbaum kurz Marys Garten durchquert hat. 
In Trail hatten wir dann einen sehr schönen Abend, der dann auch bis in den frühen Morgen andauerte. Auf dem Hinweg kamen wir in eine Polizeikontrolle, und der Officer, der nach seinen eigenen Angaben ein Jahr lang Deutsch studiert hat, konnte mit meinem Führerschein reichlich wenig anfangen. Seine Worte, nachdem er die Plastikkarte mehrmals herum gedreht hat: "Wenn du mir sagst, dass das dein Führerschein ist, dann wird das wohl ok sein. Gute Fahrt!"
Auf dem Rückweg sind wir dann die Backroads gefahren, und kurze zeit später hatte ich wieder ein Auto hinter mir. Nach kurzer Zeit ging dann auch bei dem Auto wieder das Blaulicht an, und ich bin rechts ran gefahren. Auch dieses war wieder eine allgemeine Verkehrskontrolle, und auch dieser Cop hat ungefähr genau so reagiert, wie sein Kollege. Ist aber auch nicht zu verlangen, dass ein kanadischer Polizist einen europäischen Führerschein erkennt / versteht. Wahrscheinlich weiß er nicht einmal, wo Europa liegt...

Sonntag waren wir dann noch ein einem schönen Creek, jedoch war auch hier das Wasser noch sehr kalt, und die Mücken waren leider schon sehr hungrig.


Außerdem hat Mary mir noch einige Stellen gezeigt, die sich etwas verändert haben. Eine ist diese:

Vor vier Jahren habe ich fast eine Woche damit verbracht, im Dichten Unterholz zusammen mit Shaun dieses Gelände per GPS zu vermessen. Jetzt ist es abgeholzt. Eine andere Stelle ist diese:

Vor drei Jahren ist ein großes Buschfeuer von links den Hang hinunter gekommen, über den See gesprungen, und hat sich dann am rechten Ufer wieder empor gefressen. Etliche Hektar Wald sind dabei verbrannt. Glücklicherweise konnten die Bäume zum Großteil noch verwertet werden, da die Flammen so schnell waren, dass lediglich die Borke etwas verbrannt ist, dass Stammholz jedoch nichts abbekommen hat.

Sonntag Nachmittag bin ich dann gegen vier Uhr wieder aufgebrochen, und abends um 23 Uhr war ich dann wieder in Sunnyside, Washington, wo wir derzeit unsere Presse vorführen. Aber mehr dazu im Krone Blog!

Gruß Niklas


Mittwoch, 14. Juli 2010

Bend, Oregon - mal wieder etwas Zeit!

Moin moin,

das letzte Wochenende - oder besser: den letzten Samstag - habe ich in Bend, Oregon verbracht. Freitagmorgen hatten wir noch eine Vorführung in Silver Lake, und für Montagmorgen war eine Vorführung in der Nähe von Hermiston am Columbia River angesetzt. Somit war die Entscheidung einfach - Wir bleiben übers Wochenende in Bend. Schon auf dem Weg dort hin hat mich dieser Anblick neugierig gemacht.
Jetzt wird jeder aus dem Ruhrpott sagen "Klar, ne Halde!" - aber hier gibt es keinen Bergbau. Vielmehr ist die "Halde" vulkanischer Natur. Allerdings ist der Vulkan im Hintergrund nicht erst gestern, sondern vor 6000 Jahren ausgebrochen, wie ich mittlerweile in Erfahrung gebracht habe. Aber von vorne:

Samstag morgen habe ich mich dann erst einmal auf den Weg Richtung Downtown Bend gemacht. Dort fand an dem Tag ein "Festival" statt, und somit waren einige Straßen gesperrt. An vielen kleinen Verkaufsständen wurden wenige schöne und viele nicht so schöne Sachen verkauft - halt der Kitsch, den der Amerikaner so liebt.


Nach einem vorzüglichen Becher 'Gelato' und einem großen Stück Pizza bin ich dann weiter Richtung 'Lavafields' gefahren. Selbstverständlich ist das Gebiet einem Nationalpark angegliedert, und ebenso selbstverständlich kostet es Eintritt. Aber 5 Dollar finde ich dann doch recht angemessen, und neben dem Tagespass (den man auch an den Stellen, die ich später anfahre noch braucht) bekommt man auch eine Erlaubnis, für eine halbe Stunde auf dem Vulkan zu parken.
Denn amerika-typisch kann man ja so ziemlich alles hier drüben 'erfahren'.

Ich habe dann gleich den Weg Richtung Krater eingeschlagen, und in 1,5 Umdrehungen ging es dann auf der Straße hinauf zum Kraterrand.
Neben dem Parkplatz, der 10 Amerikanern mit Ihren Full Size Pick Up Trucks platz bietet - auf dem aber wahrscheinlich ebenso 15 Europäer ihre Autos unterbringen würden - ist auf der Nordseite des Kraters noch eine etwas höhere Aussichtsplattform mit einem Turm der Feuerwehr untergebracht. Von hier aus sollen Waldbrände frühstmöglich gesichtet werden.

Der Ausblick von hier oben ist auf jeden Fall grandios, und der Rundweg über den Kraterrand bietet neben Schildern mit vielen Informationen auch immer wieder tolle Aussichten.




Sehr lustig sind übrigens die Hörnchen, die hier oben überall rumlaufen, und auf Futter von den Touris hoffen. Allerdings wird denen auf Hinweisschildern deutlich gemacht, dass die 'wilden' Tiere nicht gefüttert werden sollen. Das wiederum finden die Hörnchen ziemlich blöd. Das Leben kann aber auch so gemein sein....

Glücklich ist da nur der, der gut Ausschau hält....

.... und dann doch etwas 'heruntergefallenes' erspähen kann.

Nachdem ich noch einige Minuten den bunten Treiben der Hörnchen zugesehen habe, und den Blick über Oregon genossen habe, lief meine halbe Stunde langsam ab, und ich habe mich wieder auf den Rückweg begeben. Allerdings nur vom Berg, denn natürlich war es noch früh am Tag, und ich wollte selbstverständlich auch noch mehr von der Umgebung kennen lernen. Ich bin dann mal zum westlichen Ende des Lava-Feldes gefahren, da dort auf meiner Karte ein Fluss eingezeichnet war. Außerdem war die Rede von 'Falls' was meins Wissens so viel wie Wasserfall bedeutet.

Bingo! Da ist der Fluss....
.... hier ist die Lava....

... und da sind die 'Falls'.

Gut, dass ich im Englischunterricht immer so gut aufgepasst habe, und vor allen, dass ich meine Vokabeln immer ausgesprochen gerne gelernt habe, und meistens auch zur vollsten Zufriedenheit meiner Mutter - glaube ich zumindest eventuell vielleicht.....

Und weil's so schön ist, gleich noch aus einer anderen Perspektive.

Rundherum sind übrigens Pinienwälder (können auch Kiefern sein) die einen wunderbaren Duft verbreiten, und das Wetter war mit geschätzten 35°C traumhaft an dem Tag. Ich bin einige Meilen am Fluss entlang gewandert, und hinter jeder Kurve gab es wieder tolle Ausblicke. Übrigens hat der Fluss insgesamt drei - nennen wir es Stromschnellen - und diese sind entstanden, nachdem vor ca. 6000 Jahren die Flüssige Lava das originale Flussbett einfach unter sich begraben hat. Der Fluss hat sich erst vor der Lava aufgestaut, bevor er dann einen anderen Weg gefunden hat, und diesen mit der Zeit zu dem auf dem Bild sichtbaren Canyon ausgewaschen hat.
Auf das Schild, dass dieses alles recht gut erklärt, ist wohl leider vor 6000 Jahren auch etwas Lava gespritzt..... (Durch anklicken wird es übrigens wie auch alle anderen Bilder so groß, dass man es lesen kann)

Auf dem Rückweg zum Parkplatz (für den man übrigens auch den zuvor erworbenen Tagespass benötigt) habe ich dann noch diese geniale Location für eine 'Wohnung' gefunden.
Das Loch befindet sich mitten - aber auch wirklich mitten auf dem Parkplatz. Aber immerhin ist die Statik der Behausung sehr gut, und zugeparkt wird sie so auch nicht so schnell.

Weiter ging es dann Richtung Berge. Auf dem Weg bin ich durch eine typische Ferienanlage gekommen - in der ich aber keine Fotos gemacht habe, wie ich jetzt festgestellt habe. War auch nicht so spektakulär. Viele Holzhäuser inmitten von großen Bäumen. Und alles so verwunden, dass es an jeden Eingang extra 'Roadmaps' kostenlos gab. Das Feriengebiet heißt übrigens 'Sunriver'.
Aber ich war ja auch auf meinem Weg Richtung Berge.

Auf dem Weg dorthin gab es wieder viel schöne und abwechslungsreiche Landschaft zu bestaunen.

Am Mount Bachelor war dann sogar noch ein Lift geöffnet. Für den Schnäppchenpreis von 12 Dollar konnte man einmal nach oben, und wieder zurück. Die Skisaison ist auch hier leider vorbei.
(Auch hier setzt man auf Doppelmayr - Lifte Made in Austria)

Auf dem Rückweg habe ich dann noch mal einen Abstecher zu den beiden anderen 'Falls' gemacht, wobei diese nicht mehr so spektakulär waren wie der erste. Auch 'Lava Island' fand ich persönlich jetzt nicht so toll.
An dieser Stelle ist das Flussbett komplett mit Lava aufgefüllt, und der Fluss fließt rechts und links von der Lava, bevor er sich nach etwas mehr als einer Meile wieder vereinigt.
Dieses Foto der sonst doch recht flinken Spezies ist mich jedoch in der Nähe von Lava Island noch gelungen.

Als Fazit zu diesem Tag: Beeindrucken, da ich noch nie so bewusst Lavafelder gesehen habe. Auch die Tatsache, dass dieses Lavafeld bereits seit 6000 Jahren so vorhanden ist, und dass es in der Zwischenzeit kaum eine Pflanze geschafft hat, das Terrain zurück zu erobern, finde ich schon beeindruckend. Auch das andere Hinterland ist sehr schön und erinnert mich doch sehr stark an meine Zeit in British Columbia.

Also, bis demnächst!

Euer Niklas