Samstag, 28. August 2010

Viel Neues in Idaho

Moin moin,

ich habe gerade mit Schrecken festgestellt, dass ich euch schon seit einem Monat in diesem Blog nichts Neues mehr gezeigt habe - dabei ist doch einiges passiert.

Aber die Zeit rennt im Moment nur so....

Also, das letzte Update kam ja noch aus Washington - In der Zwischenzeit bin ich jedoch schon in Caldwell, Idaho und in Twin Falls, Idaho gewesen. Außerdem habe ich die letzte Woche in Reno, Nevada bei unserem Krone North America Sales Meeting verbracht. Aber der Reihe nach.

Von Caldwell bin ich am Wochenende Richtung Silver City aufgebrochen. Mein Reiseführer sprach von einer Geisterstadt (Ghosttown), das jedoch zumindest an dem Wochenende, an dem ich da war, recht belebt war. Über eine abenteuerliche Piste, teilweise so schmal, dass Gegenverkehr Probleme bereitet hätte, ging es vom Highway 78 in die Berge. Nach einer Stunde Fahrt habe ich dann Silver City erreicht. Hier mal ein paar Impressionen:




Schon damals war man nicht sonderlich kreativ, was Straßennamen anbelangt....

Eine Kirche, wie man sie aus jedem Wild-West Streifen kennt....

.... und auch das frisch restaurierte Schulgebäude macht was her.
Mein absolutes Lieblingsfoto ist aber dieses hier:

Hier noch ein paar Bilder von "Downtown"




Auch wenn der Ausflug den ganzen Tag verschlungen hat, habe ich es jedoch nicht bereut, nach Silver City gefahren zu sein. Der Ort hat irgendwie etwas Faszinierendes. Und wenn man bedenkt, dass zu Zeiten des Gold Rush hier eine doch beachtliche Stadt gestanden hat....

Als nächster Stopp stand dann Twin Falls auf dem Programm. Twin Falls ist besonders für seinen Snake River Canyon bekannt, der sich fast 150 Meter tief ins Land geschnitten hat, und vor allem die Brücke über diesen Canyon ist besonders bei Base Jumpern sehr beliebt - wenn ich richtig Informiert bin, ist es sogar die einzige Brücke in den USA, wo es ohne irgend welche weiteren Genehmigungen jederzeit erlaubt ist.

Neben der Brücke sind aber auch die Shoshone Falls sehr bekannt. Im Frühjahr sind sie zwar noch abenteuerlicher, aber auch jetzt im Sommer sind sie nett anzusehen.


Und wie ihr vielleicht schon wisst - ich habe es hier jedoch noch nicht erwähnt - wird es ja Mitte November zur Eurotier wieder eine DVD vom Landwirtschaftsverlag in Münster, genauer von der Fachzeitschrift PROFI diesmal über die BiG Pack Roadshow geben. Die Hauptrolle in dem Film spiele ich, und mit Hilfe eines amerikanischen Kamerateams, dass mich bis jetzt sechs Mal für jeweils zwei Tage besucht hat, und das noch zwei weitere Male kommen wird, haben wir viele tolle Sachen rechts und links des Weges so wie natürlich auch die Presse in vielen Stunden Rohmaterial eingefangen. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Auch hier in Twin Falls war mal wieder so ein Filmtag, und wir haben neben der Presse im Feld auch hier wieder einige Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten eingefangen. Unter anderem auch das "Base-Jumping".

Und wer ganz genau hinsieht, der sieht sogar unsere Kamera auf dem Helm des Waagemutigen.


Übrigens haben wir uns erklären lassen, dass man zwischen einer und vier Sekunden Zeit hat, um die Reißleine zu ziehen. Danach wird man nass.

Auch an den Wasserfällen haben wir gedreht, und hier ist es besonders lustig gewesen. Nachdem wir mit dem freundlichen Mitarbeiter am Kassenhäuschen auf dem Weg zu den Wasserfällen gesprochen hatten, und er uns die Erlaubnis zum drehen gegeben hat, war ich noch nicht ganz an dem Parkplatz angekommen, als ich schon einen Ranger hinter mir hatte. Er hatte von der Sache gehört, und bot uns an, dass er alles Mögliche machen würde, damit wir erfolgreich filmen könnten. Er fragte, ob er die Straße sperren sollte, den Parkplatz räumen, oder ob er sonst irgendetwas für uns tun könne. Mein Kollege Brent hatte darauf hin eine sehr gute Idee. Aber seht selbst:
Bad Boy Video (mit Ton ist's am Besten)
Übrigens war es für mich sehr schwierig, nicht zu grinsen - wie übrigens auch für alle anderen, und nur die Halsschmerzen meiner zuvor dank Klimaanlage eingefangenen Erkältung haben mir dabei etwas geholfen. Und da die Filmsequenz unserer Meinung nach echt gelungen ist, haben wir sie dann auch letzte Woche auf unserem Salesmeeting gezeigt - mehrmals!
Aber auch hier noch ein paar weitere Bilder:




Was war sonst noch - ach ja, fast vergessen. Dann gab es ja noch den verrückten Stuntman Evel Knievel, der 1974 versucht hat, über den Snake River Canyon zu springen. Natürlich durfte die Rampe - oder die Überreste - bei unseren Dreharbeiten auch nicht fehlen.

Hier die Basis seiner Abschussrampe....
.... und hier der Blick von oben über den Canyon.

Und hier ein Video zum Evel Knievel Stunt. Leider ist das Projekt ja damals aufgrund eines Defektes am Bremsfallschirm gescheitert, aber wie ich jetzt erfahren habe, will sein Sohn es demnächst mal wieder probieren.

So viel zu Twin Falls - Bleibt ja eigentlich nur noch das Salesmeeting. Dazu gibt es eigentlich auch nicht viel zu sagen, außer dass wir neben drei Tagen Schulung und Information auch einen Nachmittag Spass und Erholung hatten. Dazu konnte jeder vorher eine Aktivität wählen, und ich hatte echt Glück, dass ich in meine Wunschgruppe gekommen bin. Fischen, Golf und 'ne Bustour zum Lake Tahoe waren nicht meine Favoriten, aber die ATV Tour - die hatte es mir angetan. Hier ein paar Impressionen: (Vielleicht nur soviel vorweg - Wenn man 3000 Meilen Trail vor der Tür hat, ist ATV fahren das Genialste, was es gibt, und somit ist es eines meiner Highlights auf dieser Tour!)








Leider sind die drei Stunden wie im Flug vergangen, und neben viel Spass gab es vor allem eins - viel Staub! Nach der Tour sahen alle aus wie nach einer Schicht unter Tage. Aber so einen Ausflug würde ich jederzeit sofort wieder machen. Einfach cool!
Beim Salesmeeting gab es dann auch noch eine weitere coole Sache - Nach meiner Präsentation über die Roadshow und viel zufriedene Stimmen über die ganze Aktion sowie viel Dank von vielen Seiten für die Arbeit und Zeit, die ich investiere (was für mich ja eigentlich selbstverständlich ist - immerhin habe ich ja eine Mission zu erfüllen, und wer mich kennt, der weiß, dass ich bei solchen Sachen sehr gewissenhaft bin, und auch keine zusätzlichen Mühen scheue) wurde mir dann nach dem gemeinsamen Abendessen in unserem Vertriebszentrum in Reno noch ein super tolles Präsent überreicht.
Hier mal ein Bild:

Dieses Geschenk ist einfach großartig, zumal ich zuvor schon mal mit dem Gedanken gespielt hatte, mir von jedem Staat, den ich durchfahren habe, als Erinnerung eine Fahne zu kaufen.

Aber so ist es noch viiiieeeeeel besser!

Also, so viel für den Moment. Morgen geht es wieder Richtung Idaho, wo ich dann mit vollem Elan und 110% die Roadshow fortsetzen werde. Immerhin habe ich ja noch 1,5 Monate bis zum Zieleinlauf am 15. Oktober vor mir.

So viel für den Moment!
Euch sonnige Grüße und alles Gute!

Niklas

Mittwoch, 28. Juli 2010

High Speed im JCB

Moin moin,

hier noch eine kleine brandheiße Neuheit. Nachdem mir die Cops letztens mitgeteilt haben, dass man in einer 35 mph Speedlimit Zone auch 35 mph fahren muss, sofern man nicht eine Signalanlage auf dem Dach hat, habe ich jetzt noch mal etwas tiefer in die Tasche gegriffen, und eine kleine Investition gemacht!

Aber seht selbst!



Netter Nebeneffekt - Mit der neuen Anlage hat sich auch die Nahfeldausleuchtung beim Pressen noch mal etwas verbessert, da zusätzlich noch weiße LED Scheinwerfer verbaut sind. Das Beste ist allerdings, dass ich ab jetzt überall mit High Speed durch die Gegend brausen kann. Ok, 44 mph, aber immerhin!


Bis die Tage!

Gruß Niklas

HydroPlanes - High Speed in Kennewick!

Moin moin,

heute nur ein kurzes Update, dafür aber etwas, was ich euch nicht vorenthalten möchte. Letztes Wochenende fand auf dem Columbia River in Kennewick ein "Hydroplane Race" statt. Hydroplanes sind die wohl schnellsten und spektakulärsten Rennbote, die auf dem Wasser bewegt werden.






Leider können Bilder ja keine Bewegung und vor allem keine Geräuschkulisse wiedergeben - aber diese Boote sind verdammt schnell, und vor allem stehen sie geräuschmäßig einem Düsenflugzeug in nichts nach. (Schließlich werden die meisten Boote ja auch von einem Düsentriebwerk angetrieben) Man könnte es auch mit „Formel 1 auf dem Wasser“ vergleichen.

Hier mal ein paar Links zum Thema:

In den Pausen wurde das Programm dann von Kunstflug untermalt.


Mein Fazit zu dieser Veranstaltung: Sehr interessant, und netterweise konnte man auch von den Bereichen am Fluss, wo man keinen Eintritt zahlen musste (25 $ + 10 $ fürs parken) noch genügend sehen und hören.

Mich hätte das "Fahrerlager" noch interessiert, aber dort habe ich keine Zuschauer gesehen - ich denke also, das wäre auch trotz Eintritt nicht möglich gewesen.


So viel für den Moment - Euch alles Gute und bis die Tage!

Niklas

Sonntag, 25. Juli 2010

Ein kleines Quiz für kluge Köpfe!

Moin moin,

heute möchte ich euch etwas über eine Frucht zeigen, die hier in der Gegend westlich von Sunnyside angebaut wird. Mir war das Verfahren bisher total unbekannt, aber vielleicht lag das ja auch nur an mir. Übrigens wird das gleiche Verfahren bei Minze angewendet.

Aber hier mehr zu der Frucht, um die es heute geht....


Und so sieht sie aus! Ich nenne mal bewusst nicht, was es ist. Ihr dürft also raten! Die Lösung des Rätsels darf gerne über die Kommentarfunktion genannt werden - oder aber auch als email direkt an mich. Über meine Krone Adresse (vorname.nachname[at]krone.de) erreicht ihr mich jederzeit! Wenn ihr die Bilder größer sehen wollt - einfach drauf klicken!

Also, wie ihr seht, ist die gesuchte Pflanze gelb, und man benötigt im Wesentlichen die Samen. Da das Ernten der Samen in diesem Reifezustand jedoch recht kompliziert ist, wird kurzerhand alles abgemäht, und dann in besondere Anhänger gehäckselt.



Diese Anhänger werden dann mit besonderen LKW zu dem eigentlichen Verarbeitungsort gebracht. Das sieht dann so aus!


Am Verarbeitungsort angekommen werden die Anhänger ziemlich genau zwei Stunden an dieser Stelle geparkt, und es werden zwei Leitungen angeschlossen. Eine Zuleitung unten, und eine Absaugung oben.


In der angrenzenden Halle stehen zwei große "steamer", also mit Gas betriebene Dampfgeneratoren, die jede Menge Wasserdampf erzeugen.


Direkt daneben befindet sich der Bereich, in dem etliche Kondensatoren aufgebaut sind. In Ihnen wird der Dampf wieder zu Wasser - und natürlich zu dem, worum es hier geht.


Im Nachbarraum befinden sich dann die Schaltzentrale und eine andere für den Prozess sehr wichtige Apparatur. Im Bild ist diese hinter der netten jungen Dame zu sehen. Diese ist für den wichtigen Schritt verantwortlich. In dem Raum wie auch im ganzen Tal riecht es übrigens sehr gut nach der gesuchten Frucht.


Zum Schluss bleiben eigentlich nur zwei Sachen über. Das eine (und das gesuchte) befindet sich in dem Fass neben der Waage, und das andere (quasi der Abfall) befindet sich auf dem LKW auf dem nächsten Bild und wird wieder auf dem Feld verteilt.


Also, ich bin gespannt, ob mir jemand von euch die gesuchte Lösung nennen kann.

Was gab es sonst noch die letzten Tage - Außer viel Arbeit eigentlich wenig. Letztes Wochenende habe ich mir einfach mal frei genommen - weswegen die Blog Updates auch etwas verspätet kommen - und habe alte Bekannte in British Columbia, Kanada besucht. In 2006 habe ich ja den August bei Beaumont Timber in Salmo verbracht, und seinerzeit hatte ich bei einer Mitarbeiterin, Mary, gewohnt. Letztes Wochenende war es dann so weit, dass ich Mary mal wieder besucht habe. Ist irgendwie schon cool, wenn man bedenkt, dass es vier Jahre her ist, dass ich dort war, aber eigentlich ist alles beim alten geblieben, und es kam mir vor, als ob ich gestern da gewesen bin. Wir haben dann wieder einen Tag am Pend D'Oreille verbracht, und waren wie in alten Zeiten schwimmen. Gut, vor vier Jahren war das Wasser wohl etwas wärmer - glaube ich zumindest, bin mir da auch ziemlich sicher - aber es war im wahrsten Sinne des Wortes COOL!


Auch das traditionelle Brückenspringen gehörte wieder zum Programm, wobei ich mich auch diesmal noch nicht dazu durchringen konnte, die ca. 8 Meter in ein unbekanntes, kaltes Gewässer zu springen. Aber vielleicht nächstes Mal.

Abends sind wir dann nach einem vorzüglichen Abendessen - das Zweite in den letzten sechs Monaten, dass nicht aus einem Restaurant stammt - zusammen mit einigen Freunden von Mary nach Trail gefahren, da eine Nachbarin von ihr mit ihrer Rockband dort in einer Kneipe aufgetreten ist. Zuvor hatten wir noch kurz Besuch von einem Bären, der jedoch nur auf dem Rückweg von Nachbars Apfelbaum kurz Marys Garten durchquert hat. 
In Trail hatten wir dann einen sehr schönen Abend, der dann auch bis in den frühen Morgen andauerte. Auf dem Hinweg kamen wir in eine Polizeikontrolle, und der Officer, der nach seinen eigenen Angaben ein Jahr lang Deutsch studiert hat, konnte mit meinem Führerschein reichlich wenig anfangen. Seine Worte, nachdem er die Plastikkarte mehrmals herum gedreht hat: "Wenn du mir sagst, dass das dein Führerschein ist, dann wird das wohl ok sein. Gute Fahrt!"
Auf dem Rückweg sind wir dann die Backroads gefahren, und kurze zeit später hatte ich wieder ein Auto hinter mir. Nach kurzer Zeit ging dann auch bei dem Auto wieder das Blaulicht an, und ich bin rechts ran gefahren. Auch dieses war wieder eine allgemeine Verkehrskontrolle, und auch dieser Cop hat ungefähr genau so reagiert, wie sein Kollege. Ist aber auch nicht zu verlangen, dass ein kanadischer Polizist einen europäischen Führerschein erkennt / versteht. Wahrscheinlich weiß er nicht einmal, wo Europa liegt...

Sonntag waren wir dann noch ein einem schönen Creek, jedoch war auch hier das Wasser noch sehr kalt, und die Mücken waren leider schon sehr hungrig.


Außerdem hat Mary mir noch einige Stellen gezeigt, die sich etwas verändert haben. Eine ist diese:

Vor vier Jahren habe ich fast eine Woche damit verbracht, im Dichten Unterholz zusammen mit Shaun dieses Gelände per GPS zu vermessen. Jetzt ist es abgeholzt. Eine andere Stelle ist diese:

Vor drei Jahren ist ein großes Buschfeuer von links den Hang hinunter gekommen, über den See gesprungen, und hat sich dann am rechten Ufer wieder empor gefressen. Etliche Hektar Wald sind dabei verbrannt. Glücklicherweise konnten die Bäume zum Großteil noch verwertet werden, da die Flammen so schnell waren, dass lediglich die Borke etwas verbrannt ist, dass Stammholz jedoch nichts abbekommen hat.

Sonntag Nachmittag bin ich dann gegen vier Uhr wieder aufgebrochen, und abends um 23 Uhr war ich dann wieder in Sunnyside, Washington, wo wir derzeit unsere Presse vorführen. Aber mehr dazu im Krone Blog!

Gruß Niklas