ich melde mich mal wieder aus dem sonnig schönen Reno mit einem kleinen Update. Und zwar bin ich schon die ganze Woche damit beschäftigt, den Service Trailer meinen Wünschen und Bedürfnissen anzupassen.
Hier auf der Tulare Farm Show war der Trailer noch komplett ohne Inneneinrichtung, quasi so, wie er zuvor gekauft worden ist. Da ich aber einiges an Material sowohl in Form von Werkzeug als auch in Form von Verbrauchsmaterialien (z.B. Garn, Fett etc.) oder Ersatzteilen mitnehmen möchte, und dieses nicht unbedingt in einer losen Schüttung (gerne auch als Ordnungsprinzip 'Chaos' bezeichnet), habe ich den anfangs noch kargen Innenraum mittlerweile schon zu einer kleinen Werkstatt mit angrenzendem Lager verwandelt.
Hier mal eine Skizze, wie meine Einrichtung aussieht. Der erste Schritt war, dass der Boden eine Auflage aus Linoleum bekommen hat, damit evtl. austretende Flüssigkeiten wie Öl und Fett aber auch der ganz normale Dreck den Holzboden des Trailers nicht gleich ruinieren. Hinten habe ich dann erst einmal einen zweiten Boden eingezogen, der ca. 10 cm höher als der eigentliche Boden ist. Wie Ihr ja aus den vorigen Beiträgen wisst, werde ich auf der ganzen Tour eine Ballenwaage mitnehmen, um auf dem Feld direkt den Mehrgewinn an Pressdichte zu verdeutlichen. Diese Waage möchte ich jedoch bei längeren Etappen nicht unbedingt in der Fronthydraulik meines JCB durch die Gegend gondeln, da das Gespann dadurch doch locker 1,5 Meter länger wird, und die Zinken vorne nicht wirklich gut zu sehen, dafür aber verdammt spitz sind. Aber zurück zum Thema: Durch den doppelten Boden im hinteren Bereich habe ich jetzt die Möglichkeit, die Ballenwaage von hinten in den Trailer zu schieben, und die Zinkenarme quasi im Boden verschwinden zu lassen. Einerseits hat die Ballenwaage somit direkt eine Begrenzung nach vorne (beim Bremsen recht wichtig), kippt zweitens nicht nach hinten um, und nimmt drittens wenig Platz weg.
Im vorderen Bereich habe ich gut erreichbar neben der Tür die beiden Ersatzreifen platziert. Wenn das Schicksal (oder ein sonstiger spitzer oder scharfer Gegenstand) schon möchte, dass ich einen Platten an der Presse habe, will ich wenigstens schnell an den Reifen kommen. Diese Platzierung ist auch so gewählt, da die beiden Reifen doch ein ordentliches Gewicht auf die Waage bringen, und sie somit als Gegengewicht zur Ballenwaage dienen.
Auf der linken Seite habe ich dann vorne zwei niedrige Stahlschränke mit einer Arbeitsfläche eingebaut, dahinter ziemlich auf den Achsen steht ein großer, 1,90 Meter hoher Stahlschrank, in dem ich hauptsächlich Ersatzteile verstauen werde.
Auf der rechten Seite steht direkt auf den Achsen eine Palette, die ich bisher nur mit mehreren Aufsetzrahmen versehen habe. Auf ihr möchte ich später die schweren Ersatzteile und Garn transportieren.
Weitere Kleinigkeiten wie Ösen zur Ladungssicherung, Haken zum Aufhängen von Sachen, ein KG-Rohr unter dem Dach, in dem ich einen Fahnenmast mitnehme etc.etc. werden im Moment von mir ergänzt. Auch muss ich das ganze Werkzeug, was ich mitnehmen möchte, noch zusammensuchen und teilweise besorgen.
Aber die Unterstützung hier in Reno ist bestens, und ich bin recht zuversichtlich, dass ich einen super ausgestatteten Trailer habe, wenn die Tour dann endlich los geht.
Auf dass ich ihn nie brauche!
Bis die Tage
Niklas

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