Freitag, 16. April 2010

Roadshow 2010 - Und es geht weiter!

Moin moin,

da wir mit unseren Demonstrationen im Imperial Valley durch sind, geht es jetzt in Bakersfield weiter. Leider haben wir im Imperial Valley nur 8 Demonstrationen geschafft, aber diese 8 waren dafür sehr erfolgreich, und jetzt hoffen wir, dass die potentiellen Kunden ihre Versprechen tatsächlich einlösen, und die zugesagten Pressen auch kaufen. Sobald ich etwas höre, werde ich euch in meinem Business Blog darüber informieren. Dort auch mehr zu den Demonstrationen.

Hier an dieser Stelle möchte ich euch von meiner heutigen Reise berichten. Da der Transport des JCB aufgrund von 'Oversize Load' teuer und im Bereich L.A. auch kompliziert war, haben wir uns entschlossen, den JCB auf eigener Achse von El Centro nach Bakersfield zu überführen. Meine Kollegen haben den PickUp Truck und den Trailer bis Bakersfield mitgenommen, und ich habe heute in 10 Stunden die 360 Meilen mit dem JCB zurückgelegt.

Um den Großraum Los Angeles weiträumig zu umfahren, haben wir uns für folgende Route entschieden:

Aber step by step:

Zuerst habe ich das ganze Imperial Valley auf dem Highway 111 durchquert. Dabei bin ich auch noch einmal an den Futtersilos von Brandt Cattle (Mastbetrieb mit derzeit 86.000 Mastrindern) vorbei gekommen, und habe folgende Bilder von der Anlieferung von Corn geschossen.

Der ganze Zug passt auf das Gleisoval, und durchfährt das Entladegebäude mit Schrittgeschwindigkeit. Ohne anzuhalten werden dabei alle Waggons entladen. So etwas habe ich vorher noch nicht gesehen. Die Dimensionen bei Brandt Cattle sind schon gigantisch.

Weiter ging es dann auf dem Highway 111 entlang des Salton Sea. Sobald die intensiv bewässerte Landwirtschaft der Imperial Valley endet, beginnt die Wüste. Alle paar Meter ist die Strasse abgesenkt, damit bei Regen das Oberflächenwasser über die Strasse Richtung Salton Sea ablaufen kann. Diese Strasse muss bei starkem Regenfall schon spannend sein.
Am nördlichen Ende des Salton Sea beginnt dann eine Gegend, in der Zitrusfrüchte und Wein angebaut werden. Große Plantagen zieren den Strassenrand.
In Indio beschließe ich dann, nicht durch Palm Desert und durch Palm Springs zu fahren, sondern etwas nördlich im Nachbartal die Dillon Road zu fahren. Die Strasse führt mich zwar durch die Einöde, diese blüht aber zur Zeit sehr schön, so dass es doch nicht so ganz langweilig ist. Außerdem haben die Strassenbauer alles unternommen, damit die Fahrt nicht langweilig wird. Der größte Teil der Strasse erinnerte irgendwie an die Werbung eines großen schwedischen Möbelhauses mit einem Käfer und einem voll beladenen Dachgepäckträger. Vertont war das Ganze darmals mit "Hui.. Hui... Hui..." Nur die Brücke wollte nicht kommen....
Am Ende der Dillon Road, bevor man auf den Highway 62 Richtung Yucca Valley abbiegt, hat man einen sehr tollen Ausblick auf die Windmühlen in diesem scheinbar optimal geeigneten Tal. Das Foto gibt übrigens nur einen kleinen Ausschnitt wieder. Das ganze Tal und die Bergkämme sind voller Windmühlen - Wahnsinn!
Auf dem Weg Richtung Yucca Valley geht es dann erst einmal steil bergauf. Ich nutze mit meinem JCB des öfteren die linke Fahrspur, um mit ca. 37 mph an den etwa halb so schnellen Trucks vorbeizuziehen, und den Blick des Erstaunens in die Gesichter der Fahrer zu zaubern. Viele von ihnen sind wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben auf dem Highway von einem Trecker überholt worden....
Nach einer kurzen Pause in Yucca Valley feht es dann auf dem Highway 247 Richtung Norden. Die Landschft wandelt sich jetzt immer mehr in eine trockene Wüstenlandschaft und auch die größeren Büsche verschwinden so langsam und weichen Kakteen.
 

Meile um Meile fahre ich nun durch eine Landschaft, die außer Steinen, Sand und kleinem Buschwerk nichts zu bieten hat. Kaum Häuser, einige verlassene Gehöfte und viele Schilder, dass man günstig Grundstücke erwerben kann, zieren den Weg.

Erst in Barstow wird es wieder etwas grüner, und ich bewege mich auf der 'Historic Route 66' durch den Ort.
Ab hier beginnt dann der langweiligste Teil der ganzen Tour. Auf dem Highway 59 geht es 124 Meilen durch die Wüste Richtung Bakersfield. Bis auf ein paar abgestellte Flugzeuge in Mojave gibt es auf der ganzen, fast 3 stündigen Strecke nichts Interessantes zu sehen. Nur Wüste zu beiden Seiten, und eine schnurrgerade Strasse.
Erst als ich wieder in die Berge kurz vor Bakersfield komme, wird es wieder spannender. Plötzlich gibt es wieder grüne Wiesen, und Bäume. Irgendwie kommt einem dass plötzlich komisch vor nach längerer Zeit in der Wüste. Denn das Imperial Valley hat ebenfalls kaum Bäume zu bieten. Und auch hier scheint der Wind sehr beständig zu blasen.
Der Abstieg ins Bakersfield Tal bietet dann wieder viele tolle Aussichten, auch wenn das Tal heute leider etwas diesig war. Und nach einer kleinen Irrfahrt - ich habe die richtige Strasse verpasst - durch Bakersfield habe ich dann ca. 10 Stunden nach meinem Start in El Centro das Hotel in Bakersfield erreicht. Zwar etwas erschöpft, aber nicht total müde habe ich über 360 Meilen mit einem Traktor an einem Tag zurück gelegt. Irgendwie schon verrückt, aber die Distanzen sind hier drüben einfach andere.

So  viel für den Moment!

Gruß Niklas

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen