Samstag, 20. Februar 2010

Weekend - Squaw Valley

Hey ho,

here I am!

Das zweite Wochenende steht auf dem Plan. Gut, eigentlich nur ein Tag, denn morgen fahre ich ja nach San Diego. 650 Meilen - geschätzte 10 Stunden. Aber dieser eine Tag Ausspannen hatte es heute in sich.
Nachdem ich lange überlegt habe, ob es sich wohl lohnt, für einen Tag Skivergnügen alle Sachen zu besorgen, die mir fehlen - also eigentlich bis auf eine Jacke alles - habe ich mich dann doch dazu durchgerungen, nicht untätig im Hotel zu sitzen. Heißt also, wir, Steve und ich, waren heute Ski fahren.
Gestern Abend sind wir noch schnell zum Skihändler hier in Reno gefahren, und ich habe mich mit dem Nötigsten eingedeckt. Skihose, Handschuhe, Mütze - und da gerade 'sale' ist, alles 30% off. Sonnenbrille und warme Krone Jacke hatte ich ja, also stand dem ganzen Vorhaben quasi nichts mehr im Weg. Die Ski haben wir auch gleich dort gemietet - Performance-Ski von Salomon, total geniale Dinger- und natürlich auch die Skischuhe und Stöcke. Und die Skipässe gab es dort auch noch, und zwar 20 $ günstiger als im Skigebiet.
Was will man mehr? So macht Einkaufen doch Spass!
Heute morgen sind wir dann um 7:30 hier am Hotel aufgebrochen, und auf der Interstate 80 Richtung Truckee gefahren. Dort etwas im Hinterland liegt das Squaw Valley, ein Resort, in dem 1960 die Olympischen Spiele stattgefunden haben.

Hier bekommt man mal eine Übersicht über das Skigebiet. Die Striche sind alles Sessellift, die meisten mit 5er oder 6er Sesseln. Schlepplifte gibt es hier nicht, dafür aber mehrere Gondelbahnen. Pisten sind eigentlich überall dort, wo man runter fahren kann.

Hier mal ein leider nicht so ganz super Foto, dass direkt um kurz nach Neun bei der ersten Bergfahrt entstanden ist. Man sieht den Parkplatz und im Hintergrund den 'Ort'.

Bei bestem Wetter fahren wir also erst einmal mit dem Lift mit dem glamorösen Namen 'Far East Express' auf geschätzte 2200 Meter. Dabei geniessen wir den wunderbaren Ausblick auf Pisten soweit das Auge reicht. Sämtliche Hänge sind entweder perfekt präpariert, oder aber micht tollen Buckelpisten versehen.
Je höher man kommt, desto weiter kann man ins eigentliche Skigebiet gucken, und desto genialer erscheint einem das ganze Ausmaß.

Der ganze Hang auf diesem Bild ist mit Liften bestückt. Teilweise kreuzen sie sich sogar. Insgesamt hält das Skigebiet 32 Lifte vor.

Die Pisten sind einfach traumhaft! Samtig weicher Schnee, keine Eisplatten oder ähnliches, was einem den Spaß verderben könnte.

Breiter als ein Highway, keine Kanten oder unsauber präparierte Stellen. Einfach Perfekt!

Oben, auf dem Emigrant (8700 ft / 2652 Meter) erwartet einen ein traumhafter Blick bis zum Lake Tahoe. Wobei man hier auch schon langsam Wolken aufziehen sieht.

Auch vom 8200 ft hohen KT-22 kann man den Lake Tahoe im Hintergrund sehen. Die Pistenmakierungen sind ebenfalls sehr gut, so dass man auch schnell die für einen passende Piste findet.

Auch dieser Anblick hat mich als technikbegeisterten Pistenbully-Fan wieder sehr erfreut. Die vielen Detailfotos möchte ich euch hier an dieser Stelle ersparen, es sei nur so viel gesagt. Ich habe alleine um diese Halle herum 26 Pistenbully mit sämtlicher mir bekannter und teilweise auch noch unbekannter Ausstattung gesehen. Genial!

Und wenn es so ein Anbaugerät gibt.....

.... richtig, dann ist auch der Fun-Park mit Halfpipe und sämtlichen erdenklichen Sprungschanzen nicht weit. Auch Holzwände zum 'grinden' sind vorhanden, und es macht Richtig Spass, den Profis beim Springen zuzugucken.

Vom Tal führt direkt eine große Seilbahn, die 'High Coast Cable Car' direkt zum 'High Camp', einem Resort mit Eislaufbahn, Pool, Wellness und Gastronomie auf 8300 ft Seehöhe.





Der Wetterbericht für hier oben sah übrigens wie folgt aus:
Temp: 22°
Wind: 0-5 mph
Skies: Partly Cloudy
Base: 105"
Snow Surface: Groomed Packed Powder

Ab Mittag änderte sich das Wetter allerdings dann schlagartig, und es zogen Wolken auf. Kurze Zeit später fing es teilweise heftig an zu schneien, was auch bis jetzt anhält. Auch hier in Reno liegt mittlerweile ca. 5 cm Schnee. Finde ich natürlich ganz toll, da ich ja morgen nach San Diego fahren muss, und der Weg führt mich mal wieder auf der Interstate 80 über den 7500 ft hohen Donner Pass.
Aber egal, ich habe einen Toyota Highlander mit 4x4, und die Strasse wird hoffentlich frei sein.

Also, so viel für heute von meinem wunderbaren Skitag, vielleicht dem bisher besten Skitag überhaupt, und hier zum Schluss noch ein paar Impressionen. Und ja, der Schnee in den Rocky's ist einfach unschlagbar! Keine Ahnung, was an ihm anders ist, aber er ist einfach wunderbar!

Bis dahin, macht's gut!
Gruß Niklas










Donnerstag, 18. Februar 2010

Mein Equipment: Service-Trailer

Moin moin,

ich melde mich mal wieder aus dem sonnig schönen Reno mit einem kleinen Update. Und zwar bin ich schon die ganze Woche damit beschäftigt, den Service Trailer meinen Wünschen und Bedürfnissen anzupassen.

Hier auf der Tulare Farm Show war der Trailer noch komplett ohne Inneneinrichtung, quasi so, wie er zuvor gekauft worden ist. Da ich aber einiges an Material sowohl in Form von Werkzeug als auch in Form von Verbrauchsmaterialien (z.B. Garn, Fett etc.) oder Ersatzteilen mitnehmen möchte, und dieses nicht unbedingt in einer losen Schüttung (gerne auch als Ordnungsprinzip 'Chaos' bezeichnet), habe ich den anfangs noch kargen Innenraum mittlerweile schon zu einer kleinen Werkstatt mit angrenzendem Lager verwandelt.

Hier mal eine Skizze, wie meine Einrichtung aussieht. Der erste Schritt war, dass der Boden eine Auflage aus Linoleum bekommen hat, damit evtl. austretende Flüssigkeiten wie Öl und Fett aber auch der ganz normale Dreck den Holzboden des Trailers nicht gleich ruinieren. Hinten habe ich dann erst einmal einen zweiten Boden eingezogen, der ca. 10 cm höher als der eigentliche Boden ist. Wie Ihr ja aus den vorigen Beiträgen wisst, werde ich auf der ganzen Tour eine Ballenwaage mitnehmen, um auf dem Feld direkt den Mehrgewinn an Pressdichte zu verdeutlichen. Diese Waage möchte ich jedoch bei längeren Etappen nicht unbedingt in der Fronthydraulik meines JCB durch die Gegend gondeln, da das Gespann dadurch doch locker 1,5 Meter länger wird, und die Zinken vorne nicht wirklich gut zu sehen, dafür aber verdammt spitz sind. Aber zurück zum Thema: Durch den doppelten Boden im hinteren Bereich habe ich jetzt die Möglichkeit, die Ballenwaage von hinten in den Trailer zu schieben, und die Zinkenarme quasi im Boden verschwinden zu lassen. Einerseits hat die Ballenwaage somit direkt eine Begrenzung nach vorne (beim Bremsen recht wichtig), kippt zweitens nicht nach hinten um, und nimmt drittens wenig Platz weg.

Im vorderen Bereich habe ich gut erreichbar neben der Tür die beiden Ersatzreifen platziert. Wenn das Schicksal (oder ein sonstiger spitzer oder scharfer Gegenstand) schon möchte, dass ich einen Platten an der Presse habe, will ich wenigstens schnell an den Reifen kommen. Diese Platzierung ist auch so gewählt, da die beiden Reifen doch ein ordentliches Gewicht auf die Waage bringen, und sie somit als Gegengewicht zur Ballenwaage dienen.
Auf der linken Seite habe ich dann vorne zwei niedrige Stahlschränke mit einer Arbeitsfläche eingebaut, dahinter ziemlich auf den Achsen steht ein großer, 1,90 Meter hoher Stahlschrank, in dem ich hauptsächlich Ersatzteile verstauen werde.

Auf der rechten Seite steht direkt auf den Achsen eine Palette, die ich bisher nur mit mehreren Aufsetzrahmen versehen habe. Auf ihr möchte ich später die schweren Ersatzteile und Garn transportieren.  
Weitere Kleinigkeiten wie Ösen zur Ladungssicherung, Haken zum Aufhängen von Sachen, ein KG-Rohr unter dem Dach, in dem ich einen Fahnenmast mitnehme etc.etc. werden im Moment von mir ergänzt. Auch muss ich das ganze Werkzeug, was ich mitnehmen möchte, noch zusammensuchen und teilweise besorgen.

Aber die Unterstützung hier in Reno ist bestens, und ich bin recht zuversichtlich, dass ich einen super ausgestatteten Trailer habe, wenn die Tour dann endlich los geht.

Auf dass ich ihn nie brauche!

Bis die Tage
Niklas

Dienstag, 16. Februar 2010

Smith Valley

Moin moin,

heute morgen haben wir einen Ausflug ins "Smith Valley" süd- östlich von Carson City gemacht.

Zweck unserer Reise war das Abholen von zwei Ersatzrädern für die BiG Pack, die ich in meinem Trailer mitnehmen werde. Ich hoffe zwar, dass ich sie nie brauchen werde, aber bei so vielen Kilometern oder Meilen, weiß man ja nie.
Bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich den örtlichen Krone Händler kennen gelernt, und haben mit ihm über die Roadshow und mögliche Kunden in seinem Gebiet gesprochen. Sehr überrascht waren wir über das große Interesse in dieser Region. Ich denke also, dass ich im Mai wieder hier her kommen werde.
Aber folgend einige Impressionen aus dieser Gegend. Die Landschaft steht hier schon sehr unter dem Einfluss der nahe gelegenen Wüste. Alles ist deutlich trockener, und man meint fast, man fährt quer durch eine Western-Kulisse. Ob das wohl daran liegt, dass die "Ponderosa Ranch" aus dem Klassiker "Bonanza" nicht weit entfernt liegt?

Auch erinnerte mich die Landschaft gleich an einen meiner Lieblingsfilme. "Convoy" mit Chris Kristofferson. Irgendwie habe ich jede Minute darauf gewartet, dass "Rubber Duck" mit seinem schönen schwarzen Mack um die Ecke biegt.

Das Smith Valley ist dann jedoch schon wieder deutlich landwirtschaftlicher geprägt. Die Steppenroller, oder auch Tumbleweed, weichen grünen Grasflächen, und man sieht das Vieh auf den Flächen stehen.


Und dieser Anblick kommt einem schon fast wieder vertraut vor. Gerade in dieser Umgebung mit seinen jetzt im Winter ehr blassen Farben strahlen einen die grün-beigen Maschinen geradezu an.


Für mich auch sehr interessant: Hier auf dem Land scheint die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein, ohne dass jetzt böse zu meinen. Wenn man diesen Händler als Europäer das erste mal sieht, ist man erst einmal skeptisch. Man ist zwar von Zuhause nicht unbedingt große Glaspaläste mit Showroom und top ausgestatter Werkstatt gewöhnt, nur unterscheiden sich die Locations, die ich in Deutschland bisher besucht habe, schon ziemlich von dieser hier. 
 
Neue Maschinen stehen kreuz und quer auf dem Hof, nein, besser auf der Fläche vor dem Laden oder auf einer der beiden Abstellflächen etwas die Straße rauf und runter. Der Boden unter den größeren Anbaugeräte ist jetzt nach dem Winter etwas aufgeweicht, und nicht mehr benötigte, geschlachtete Maschinen stehen in einer Reihe mit den Neuen.

Kommt man dann in den Laden, muss man recht schnell feststellen, dass es alles gibt, was das Herz begehrt. Auf engstem Raum sind alle wichtigen Ersatzteile vorhanden, Schrauben können noch einzeln gekauft werden, und SAP ist etwas schier unbekanntes. Im Lebensmittelbereich hieß sowas bei uns früher "Tante Emma Laden". Aber was viel wichtiger ist - hier nimmt sich der Chef noch Zeit für seine Kunden. Man kennt sich gut, wechselt ein paar Worte mehr, als nur das Geschäftliche, und überhaupt, die ganze Atmosphäre im Laden macht einen netten, persönlichen Eindruck. Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn ich hier wieder zum Vorführen hin komme.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch schnell bei einem Geschäft für Bodenbeläge angehalten, und ein Reststück Linolium-Boden für den Trailer erworben. Mit diesem Bodenbelag (übrigens im mediterranen Fliesen Look ;-) ) erhoffen wir uns, dass der Trailer leichter zu reinigen ist, und dass Feuchtigkeit und evtl. austretendes Öl und Fett nicht so schnell in den Boden eindringen. Heute Nachmittag habe ich dann den Boden im Trailer verlegt, und mit dem individuellen Ausbau begonnen. Morgen werden wir einige Stahlschränke und weiteren Kleinkram wie Haken, Zurrösen etc kaufen, damit ich den Trailer diese Woche noch fertig bekomme. Denn nächste Woche werde ich zusammen mit meinem Kollegen Blake Fuller den Süden Kaliforniens, also die Gegend, in der ich Starten werde, besuchen. Auch hier heißt es dann, die Händler kennen zu lernen, Feinheiten zur Roadshow planen, die Gegend schon mal ein bisschen vorab zu erkunden, und vor allem festzustellen, wann es endlich los geht!

Von mir aus kann die Ernte endlich kommen. Doch dazu mehr in einem der nächsten Blog-Beiträge.

Gruß Niklas
Zum Schluss noch ein Stimmungsfoto, auch wenn es heute morgen am Anfang des Tages (6:30 Uhr) entstanden ist.

Sonntag, 14. Februar 2010

Ausflug zum Lake Tahoe über Mount Rose

Moin moin,

Sonntag - was macht man da? Klar, man guckt sich ein wenig die Umgebung an. Shoppen wäre zwar tendentiell hier in den USA auch möglich, da die meisten Geschäfte genau so geöffnet haben, wie an allen anderen Wochentagen, vielleicht mit leicht geänderten Öffnungszeiten, aber irgendwie hatte ich dazu keine Lust.

Also habe ich mich gegen 11 Uhr auf dem Highway 395 Richtung Süden aufgemacht, immer das Ziel Lake Tahoe vor Augen.
Hier mal eine Übersicht über die Region bzw. die Route, die ich gewählt habe.

Kurz hinter Reno endet der gut ausgebaute mehrspurige Highway allerdings in einer Baustelle, und es geht auf kleineren Straßen dann auch recht schnell westwärts in die Berge.

Zuerst noch auf gut ausgebauten mehrspurigen Straßen, zumindest solange sich noch Wohngebiete rechts und links der Straße befinden.

Später dann auf einem nur noch zweispurigen Highway. Hier gewinnt man auch schnell an Höhe, und das auf 1300 ft gelegene Reno verschwindet schnell hinter und unter einem.

Am Mount Rose habe ich dann in einem der Skigebiete angehalten, und mir das Treiben dort mal aus der Nähe angesehen. Hier hatte ich auch endlich mal wieder Schnee unter den Füssen. Wusste schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt! *grins* Wobei der Schnee in den Rockys irgendwie anders ist. Irgendwie war er samtiger, und trotz geschätzten Temperaturen über 0°C (man konnte immerhin bequem im Hemd herumlaufen) war er irgendwie überhaupt nicht patschig, wie man das aus den Alpen oder auch dem Emsland kennt.

Insgeheim hatte ich mich ja schon gefragt, ob im alpinen Bereich auch Technik aus Deutschland eingesetzt wird, zumal es in Reno einen Stützpunkt der Kässbohrer Geländefahrzeuge AG gibt, aber dass nur Pistenbullys zum präparieren der Pisten eingesetzt werden, dass hat mich dann doch überrascht - und zugleich auch gefreut. Ich finde diese Fahrzeuge ja einfach nur genial, und finde es natürlich schön, dass man auch hier von ihnen überzeugt ist. Netter Nebeneffekt - Ich habe auch mal einen PB 400 aus der Nähe betrachten können.
Aber ich schweife ab....

Das Skigebiet fand ich auf den ersten Blick klein, auf den zweiten Blick gibt es aber durchaus viele schöne, fast parallel verlaufende Pisten, die auch zumindest von unten ordentlich steil aussahen, und vor allem sehr leer waren, was man von dem Einstieg am Lift und der Gastronomie nicht unbedingt behaupten kann. Gut, heute war Sonnenschein und Sonntag - beides Argumente für eine volle Piste.

Ich habe mich dann auch wieder auf die Weiterreise begeben, denn schließlich wollte ich ja noch bis zum Lake Tahoe kommen. Weiter ging es also durch verschneite Landschaften, an den Straßenrändern standen teilweise etliche Autos, viele auch mit Anhängern, und seitlich führten überall die verräterischen Spuren der Schneemobile, oder auch Skidoos, in den Wald. Dazu hätte ich ja auch mal Lust. Ich glaube, dass man seine Freizeit in so einer Gegend gut rum bekommen kann, sofern auch das Nötige zwischen Daumen und Zeigefinger ausreichend vorhanden ist.

Ach ja, zwischenzeitig habe ich noch den höchsten Punkt meiner Route mit 8900 ft hinter mir gelassen. Fast 3000 Meter Seehöhe!


Noch mal ein Blick zurück nach Reno - übrigens, der große weiße Kasten ist mein Hotel, wieder das Grand Sierra Resort. Nur bin ich diesmal im 23. Stock und habe einen wunderbaren Ausblick!

Und dann, einige Meilen weiter, hinter einer Kurve kam er dann endlich zum Vorschein - der Lake Tahoe!

Sieht schon irgendwie toll aus, wie still das Gewässer sich in die Berge einbettet. Leider war der Himmel wieder etwas wolkig, so dass sich die Berge nicht perfekt im Wasser gespiegelt haben. Naja, egal. erst mal runter zum Ufer!

Ich stelle wieder fest, dass ich eigentlich ein Wassermensch bin. Ich liebe es, am Meer zu sein. Und auch hier flogen ein paar kreischende Vögel, aufgrund des geringen Wasserstandes war am Ufer so etwas wie ein breiter Strand, und überhaupt, einfach ein schöner Fleck dort. Auch wenn die Jahreszeit ja nicht so einladend ist. Am Ufer war eigentlich überall das gleiche Bild. Tolle Holzhäuser ziehen sich ganz am Ufer entlang, fast jedes mit einem eigenen Bootssteg, und dahinter verläuft die Küstenstraße. Immer wieder wird es etwas belebter, und es sind Geschäfte und Imbisse etc. vorhanden. Auch an einer Marina bin ich vorbei gekommen, aber bis auf abgerödelte Stege und eine Hand voll größerer Motorboot war dort nichts zu sehen.

Hier habe ich dann irgendwann überlegt, wie ich meine Route fortsetze. Entweder langsam umdrehen, Kalifornien wieder verlassen, und zurück über Mount Rose, oder weiter bis Tahoe City, und dann dem "Abfluss" Truckee zur Interstate folgen. Den Weg zurück auf der Interstate kenne ich zwar schon von der Tour nach Tulare, doch war das mit der interessanteste Teil, da das Tal sehr eng ist, und nur die Eisenbahnlinie, der Fluss und die Interstate hinein passen.
Ich habe mich dann für zweiteres entschieden, und bin weiter bis zum "Abfluss" des Lake Tahoe.

Das hatte ich mir dann zwar in der Tat etwas interessanter vorgestellt, so mit tosenden Wasserfällen und so, aber wie man sieht geht es doch ehr ganz geruhsam zu. Die Fische unten im Becken sind sogar vor lauter Ruhe gestorben ;-)
Naja, der See hat aber auch bestimmt 1-1,5 Meter weniger Wasser. Ich denke während der Schneeschmelze wird hier auch mehr los sein. Wobei tosende Wasserfälle wird es dann auch nicht geben. Naja, egal. Ich bin dann zurück Richtung Interstate, und habe mir auf dem Rückweg natürlich immer mit einem Auge auf der Straße die interessanten hölzernen Wasserkanäle noch mal angeguckt. Solche Bauwerke faszinieren mich irgendwie. Wenn man sich überlegt, welchen Aufwand man zur Errichtung getrieben hat.
Soviel für heute von meiner kleinen Erkundungsreise. Wenn ich die Ufer des Lake Tahoe mit Kanada vergleiche, dann ist es schon sehr ähnlich. Und Kanada hat mir 2006 schon sehr sehr gut gefallen. Hier mal ein Bild aus Kanada, genauer gesagt aus Nelson, BC.


Also, bis die Tage. Die Woche werde ich erst mal den Trailer so weit fertig machen, dass ich meinen Kram für die Roadshow wie Ersatzteile, Verbrauchsgüter etc. unter bekomme, und dann sehen wir weiter.

Ich melde mich - bis dann!

Gruß Niklas