Samstag, 27. März 2010

Reno - The Biggest Little City in the World

Moin moin,

bevor ich Reno gestern verlassen habe, habe ich mir letzte Woche noch einmal nach Feierabend Downtown Reno und den berühmten Schriftzug angesehen.

Neben diesem Schriftzug hat Downtown Reno vor allem eines zu bieten - Casinos! Dadurch das in Nevada das Glücksspiel legal ist, und es im benachbarten Kalifornien meines Wissens immer noch per Gesetz verboten ist, zieht das 'Glück' nach wie vor viele 'Glücksritter' aus dem benachbarten Kalifornien vor allem aus der Gegend um San Francisco und Sacramento an. Nun ja, jeder muss halt selber wissen, wie er seine Freizeit verbringt, und wie er sein Geld ausgibt. Nur eins sollte jedem klar sein - in erster Linie verdienen die Besitzer der 'Einarmigen Banditen', die heutzutage jedoch allerorts von Computer abgelöst worden sind. Und wie gut sie verdienen, zeigen sie dann in Form von pompösen Gebäuden mit glitzernden Portalen - aber das alles soll noch nichts gegen Las Vegas sein. Vielleicht komme ich da ja auch noch mal hin, und kann mir das Schauspiel dort auch noch mal live begucken.





Neben Casinos und Souvenir-Shops hat Downtown Reno übrigens nicht viel zu bieten. Gut, Subway und Mc Donalds sind auch noch vertreten, schließlich kann man beim 'gambling' ja mal hungrig werden. Und der Typ Mensch, der dort überwiegend herumläuft, war mir ehrlich gesagt auch nicht ganz geheuer. Irgendwie sah keiner von denen sehr solide aus - ganz im Gegenteil: Viele versuchten ihr Glück durch betteln vor den Türen der Casinos. Ich habe mich also nach einem kurzen Aufenthalt auf der Old US 395 oder heute auch Virginia Street dann wieder zurück Richtung Truckee River begeben. Die dort angrenzenden Blocks waren ohne Casinos und herumlungernde Gestalten schon viel schöner.
Hier sieht man übrigens eines der älteren Gebäude an der Gründungsstelle Renos. 1859 wurde hier von William C. Fuller die erste Querung vom Truckee River in Form einer hölzernen Brücke erbaut.


Sehr schön fand ich auch diese Idee, ein Parkhaus etwas interessanter zu gestalten. Auch wenn ich von der amerikanischen Automobilgeschichte nicht so ganz viel Ahnung habe, waren die Oldtimer in dem Glaskasten doch sehr nett hergerichtet, und schön anzusehen. Und irgendwie hat mich dass Ganze an einen Smart Turm erinnert - übrigens, so ein 'nennen wir es mal Auto' habe ich hier auch schon gesehen. Ist gar nicht so einfach, zwischen den US-Full-Size-SUV einen Smart auszumachen. Passt ja fast zwischen die Profilstollen ;-)


Hier dann noch ein Bild vom Washoe Court House, das auf dem weg zwischen Downtown Reno und meinem Parkplatz lag. Irgendwie ist der Baustil sehr typisch, und immer wieder mal in US-amerikanischen Spielfilmen zu sehen.

Soviel zu Downtown Reno. Einige nette ältere Gebäude, aber das meiste nur Show und Glamor der großen und kleineren Casinos. Übrigens ist das Glücksspiel für Nevada so ertragreich, dass man in Nevada keine Einkommenssteuer bezahlen muss. Nevada lebt ausschließlich von den Steuern aus 'Gambling' und 'Mining' habe ich mir sagen lassen. Deswegen finden sich auch so viele Lagerhäuser in Reno, denn in Kalifornien ist die Steuerpolitik nicht zuletzt aufgrund der ganzen illegal eingereisten Mexikaner die vom Staat mit versorgt werden müssen eine deutlich andere. Kalifornien ist pleite und benötigt Geld - deswegen wird dort auf so ziemlich alles Steuern erhoben. (Auch dieses habe ich mir so sagen lassen)

Aber zurück zum Thema:
Für einen Kurztrip nach Feierabend war Downtown Reno ganz unterhaltsam, aber länger als ein zwei Stunden braucht man dort nicht, um alles zu sehen. Evtl. ist es im Dunkeln auch noch mal ganz interessant, wenn die ganzen Leuchteffekte noch mehr zur Geltung kommen.

Soviel für jetzt. Über meine Reise nach Imperial Valley und den Tourstart berichte ich dann beim nächsten Mal.

Gruß Niklas

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