Freitag, 26. Februar 2010

Imperial Valley - so far!

So, da bin ich wieder.

Heute bin ich bereits wieder in San Diego, und befinde mich langsam auf der Rückreise. Nächste Woche werde ich dann einen Zwischenstopp in Bakersfield bei Pioneer Equipment machen, wo meine Vorführpresse auf mich wartet, und werde an der Maschine alles startklar machen. Das bedeutet, ich werde die Checkliste zur Auslieferung durchgehen, und alles überprüfen. Die wichtigsten Punke dabei sind, dass alle Ölstände in den Getrieben noch mal kontrolliert werden, die Taktung zwischen Kolben, VFS und Nadeln noch mal überprüft wird, und das die wenigen mauellen Schmierstellen, die nicht an der Zentralschmierung hängen, noch mal Fett bekommen. Außerdem bekommt die Presse noch zwei Zusatzausstattungen von Harvest Tec - einmal eine Feuchtemesseinrichtung, mit der permanent die Ballenfeuchte gemessen wird, und einmal einen Tagger, der die Ballen mit einem Barecode versieht, in dem dann alle wichtigen Daten gespeichert sind. Dazu kommen die Jungs von Harvest Tec am Mittwoch und bauen mit meiner Unterstützung die beiden Sachen an.

Aber zurück zur letzten Woche. Alles in allem ist die Woche als sehr erfolgreich zu bewerten. Ich habe viel von meinem ersten Einsatzort bei der Roadshow kennen gelernt. Außerdem habe viele neue Bekanntschaften gemacht, zu denen neben Kunden und potentiellen Kunden aus der Imperial Valley Region auch diese hier in San Diego gehört....
...war aber zum Glück auf der anderen Seite eines Zauns, im Zoo von San Diego!

Unsere Kunden waren dann zum Glück nicht ganz so furchteinflößend. Dafür hatten sie viele interessante Geschichten über ihr Business und ihre Pressen, egal ob Wettbewerb oder Krone Maschinen, zu erzählen. Die Roadshow hat während des Aufenthaltes ein deutlich klareres Gesicht für mich bekommen. Ich weiß jetzt, wo es hin geht, wen ich treffen werde, und überhaupt, ich kenne die Gegend und die Besonderheiten ein wenig mehr.
Tom Brown, unser Mann von Central Implement, dem Händler vor Ort, hat mir wärend den drei Tagen auch viele tolle und beeindruckende Sachen rechts und links des Weges gezeigt. Da er einige Zeit im Imperial Valley gelebt hat, kennt er hier Land und Leute. So habe ich in der letzten Woche dort Maschinen und Techniken gesehen, die ich sonst nur - wenn überhaupt - aus dem Fernsehen kannte, oder die mich durch ihre Größe einfach nur beeindruckt haben.

Hier noch einige weitere Eindrücke vom Wegesrand:
Sehr schön anzusehen waren z.B. diese Selbstfahrer zur Salaternte, die aufgrund der Hygienebestimmungen der Lebensmittelverordnung in den Vereinigten Staaten komplett aus rostfreiem Edelstahl gefertigt werden müssen.


Dann hier mal ein Foto von den vielleicht tollkünsten Piloten der heutigen Zeit. Nicht selten werden am Feldende die Stromleitungen an den Telegrafenmasten unterflogen, bevor dann fast kunstflugartig Umgedreht wird, um die nächste Reihe auf dem Feld mit Spritzmittel zu versorgen. 'Crop Duster' - die wahre Meister der Lüfte!

Dann haben wir am Wegesrand einen dieser schnellen Stapler (Roadrunner) beim Verladen von Ballen gesehen. Auch das ist sehr imposant, wenn man sieht, wie schnell und präzise die Fahrer mit ihrer Maschine arbeiten und die Ballen umgestapelt und Verladen werden.

Seh interessant und toll anzusehen waren auch die Trainingsflüge der 'Blue Angels', einer Kunstflugtruppe der US Navy. Immer zwischen Januar und März trainiert die Truppe, bestehend aus sechs F/A 18 Hornet morgens über dem Imperial Valley. Stationiert sind sie zu dieser Zeit auf der Naval Air Facility, El Centro, California.
Nicht selten liegen nur wenige Fuss zwischen den Flügelspitzen der Kampfjets, und der Krach ist ohrenbetäubend! Leider kann man die tollen Manöver nur sehr schwer mit der Kamera einfangen. Aber ich habe mein Bestes gegeben, und mir sind einige wenige ganz brauchbare Fotos gelungen.

Für alle, die das Thema mehr interessiert, sei hier der Link (http://www.blueangels.navy.mil/) und der Link zu einem tollen Youtube-Video (http://www.youtube.com/watch?v=W6tB8Lf7YoU) genannt. Viele Szenen im Video sind übrigens im oder besser über dem Imperial Valley entstanden.

Dann gab es natürlich die schier endlos wirkenden Gemüsefelder, die zu dieser Jahreszeit abgeerntet wurden. Auch wenn ich den Gemüseanbau aus meiner Heimat etwas kenne - die Dimensionen hier sprengen alles. Ob Salat, Möhren, Sellerie, Zwiebeln - alles immer so weit das Auge reicht.


Gut, ein kleiner Wehmutstropfen war, dass man viele von den Schwadmähern gesehen hat. Aber leider (noch) keine BiG M. Aber ich denke, so begeistert, wie man derzeit von den Krone Pressen und vor allem von der BiG Pack 1290 HDP ist, ist das nur eine Frage der Zeit und natürlich des entsprechenden Marketings, bis die ersten BiG M in dieser Region rollen. Harte Arbeit wird es natürlich, denn Unsere High Tech Maschine ist natürlich in keiner Weise mit so einem doch sehr einfachen Schwadmäher zu vergleichen. Letztendlich schafft man aber mit dem BiG M auch so viel, dass er mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Schwadmäher ersetzen kann.
Und was ich bisher auch selten in einer landwirtschaftlich geprägten Region gehört habe, ist: "Regen, den brauchen wir hier nicht. Der kann ruhig weg bleiben." OK, wenn man sich dieses ausgeklügelte Bewässerungssystem anguckt, dann wird die Aussage sehr schnell verständlich. Mich hat es auf jeden Fall sehr beeindruckt, dass man eine ganze Region bewässern kann, ohne großartig Pumpen einzusetzen. Das Wasser fließt mit dem Gefälle von großen Kanälen durch Schotten geregelt in immer kleinere Kanäle, und schließlich in die einzelnen Betten der Felder. Auf der anderen Seite ist ein genau so aufwändiges Entwässerungssystem für die Drainagen vorhanden, damit der Boden nicht total versalzt.

Beenden möchte ich den heutigen Post mit dem letzten Bild, dass ich gestern kurz vor dem Verlassen des Imperial Valley gemacht habe. Die Sonne verschwindet langsam hinter den Bergen im Westen. Zu diesem Zeitpunkt sind wir auf einer Party mit den ganzen Farmern der Region, die jeden Abend zu gewohnter Zeit an gewohnter Stelle stattfindet. Mit Bier und einem kleinen Snack steht man ums Lagerfeuer herum und fachsimpelt über das ein oder andere Thema, oder aber wie gestern über Krone BiG Baler!


Bis dahin! Ich werde mich jetzt erst mal ins Wochenende begeben und mir Los Angeles ein wenig angucken. Noch habe ich zeit dafür. Wenn ich den immer enger werdenden Zeitplan der Roadshow sehe, hoffe ich, dass der Tag wirklich 24 Stunden und die Nacht hat.

Gruß Niklas

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