Mittwoch, 31. März 2010

Imperial Valley - Jetzt geht's endlich los!

Moin moin aus Süd Kalifornien!

Ich bin nach einer langen Reise wieder im Imperial Valley, in El Centro, um genauer zu sein, und jetzt geht die Roadshow auch endlich los - oder doch nicht?

Aber von vorne:

Am Freitagmorgen - sollte zumindest Morgens sein, ist dann aber aufgrund eines fehlenden Kennzeichens für meinen Trailer doch Mittags geworden - bin ich in Reno aufgebrochen, und habe mich wieder auf die lange Reise Richtung Imperial Valley begeben. Hier ein Bild von meiner Abreise:

Eigentlich war mein Etappenziel Bakersfield, was ich dann aber doch nicht erreicht habe. Aufgrund des Trailers ist es mir in Kalifornien nur erlaubt, mich auf dem Highway und auf der Interstate mit 55 mph voran zu bewegen. Und mit dem voll geladenen Trailer und dem etwas untermotorisierten Pick Up über den Donner Pass hat dann bei grandiosen Aufstiegsgeschwindigkeiten von 35 - 40 mph doch etwas länger gedauert. Doch die Fahrt bis Tulare verlief gut, und somit habe ich mich um ca. 8 pm entschieden, doch dann dort zu bleiben. Am Samstagmorgen kam dann allerdings die große Überraschung - beim losfahren blieb ein Rad des Trailers stehen, und blockierte total. ich habe dann den Samstag erst einmal mit Schrauben begonnen, und nach einigen Minuten sah das ganze Geschehen dann so aus:


Eine Feder und ein paar andere Teile zum Einstellen der Bremse hatten sich gelöst, und vermutlich am Vorabend bei rückwärts einparken so in der Trommel verkeilt, dass nichts mehr ging. Leider sind die Teile dabei so in Mitleidenschaft gezogen worden, dass ein wieder Einbauen nicht mehr möglich war. Nach einigen Telefonaten war der weitere Plan jedoch recht schnell klar. Die Trommel wieder drauf, das Rad dran, und 30 Meilen zurück nach Fresno zu dem Händler, bei dem wir den Trailer gekauft haben. Dort wurde mir dann auch geholfen, vielleicht nicht unbedingt auf die super professionelle Art, aber ich konnte wenigstens weiter Richtung San Diego. Die ganze Aktion hat nur leider so viel Zeit in Anspruch genommen, dass ich keine Lust mehr hatte viel weiter als Bakersfield zu fahren. Außerdem kannte ich von meinen vorigen Aufenthalten das Hotel schon, und die Fahrt durch L.A. hatte ich eh für Sonntag geplant. Gut, für Samstag hatte ich eigentlich auch den Six Flags Magic Mountain Park geplant........
Aber erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt!
Sonntag ging es dann weiter Richtung San Diego, wo ich gegen 16 pm eingetroffen bin. Den Rest meines Wochenendes habe ich dann noch bei traumhaftem Wetter im Balboa Park und in Gaslamp Quarter (Downtown) verbracht.







Hier einige Eindrücke vom Balboa Park. Mehr Informationen zu dem Park gibt es hier: Wiki weiß mehr!

Im Anschluss habe ich mich wieder auf Richtung Hafen gemacht, und von dort eine große Runde zu Fuss durch Downtown San Diego unternommen. Erst durchs Gaslamp Quarter ....




.... und dann Richtung Seaport Village. Seaport Village liegt direkt am Wasser, und ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel mit vielen Lokalen mit Hafenblick, einigen Freiflächen zum grillen, Drachen steigen lassen etc.




Dort sind mir dann auch einige 'Kuriositäten' vor die Linse gelaufen oder gefahren - oder einfach nur gekommen. Zuerst eine doch recht lustig aussehende Kutsche...


Dann ein Auto (Kabine), oder Bus (Anzahl der Sitze), oder doch Boot (Rumpf mit Schiffsschraube am Heck).


Und dann jemand, der sehr ruhige Hände hat, und es damit schafft, auch die noch so ungeeignetsten Steine ohne Kleber, Mörtel oder "Bubble Gum" zu stapeln.


Alles in allem war der Abend in San Diego sehr sehr schön, und hat etwas den Ärger der letzten Tage entschädigt. Auch der entgangene Spass im Magic Mountain Park war recht schnell wieder vergessen, und als krönenden Abschluss habe ich am Hafen Fish und Chips gegessen, und den Sonnenuntergang sowie die Kreuzfahrtschiffe beim ablegen beobachtet.
Da ich am Montag Blake Fuller in San Diego am Fluhafen treffen wollte, und er einen Flug gebucht hatte der erst um 4.40 pm ankommen sollte, hatte ich einen weiteren schönen Tag in San Diego in Aussicht. Mit dem Hotel hatte ich aus gemacht, dass ich den Trailer dort auf dem Hotelparkplatz bis zum Abend stehen lassen kann, und somit war ich auch etwas beweglicher. Zum Start habe ich mir morgens ca. zwei Stunden lang  "San Diego Old Town" angeguckt. Zu meiner Überraschung handelt es sich dabei um eine Ansammlung von teilweise rekonstruierten Gebäuden aus der Zeit von 1820 - 1870 an dem Ort, an dem San Diego angeblich entstanden ist. Das Ganze ist ein Museumsdorf, wobei der Eintritt frei ist, und auch die Häuser mit ihren Einrichtungen aus der Zeit sind alle frei zugänglich. Pro Gebäude gibt es jemanden, der dort zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung steht, und, wenn ich das richtig interpretiert habe, dort auch in ein oder zwei Hinterzimmern wohnt. Auch hat nicht jedes Gebäude jeden Tag geöffnet, aber die Ruhetage sind über die Woche verteilt, so dass es jeden Tag genügend zu sehen gibt. Das Zeit die ich dort verbracht habe war sehr schön, und vor allem war es morgens noch nicht so warm.












Nach dem interessanten Auftakt dieses Tages wollte ich dann auf die Halbinsel "Point Loma" fahren, und mir den berühmten Leuchturm auf der 128 Meter hohen Anhöhe ansehen, der 1854 nach der Fertigstellung nur bis ins Jahr 1891 seinen Dienst versah, da der zuvor als so genial erachtete Standort leider sehr häufig aufgrund von Nebel und niedrigen Wolken von See aus nicht zu sehen ist. In klaren Nächten hingegen war das Leuchtfeuer mehr als 70 km weit zu sehen.



Auf dem Weg dort hin kommt man mitten durch einen der Veteranenfriedhöfe, und zwar den "Fort Rosecrans National Cemetery"- in vielen Filmen habe ich so etwas schon gesehen, aber live ist die Wirkung doch irgendwie eine ganz andere....


So weit das Auge reicht sind hier nur weiße Grabsteine zu sehen.



Da das Gelände dort sehr hügelig ist, lässt sich das ganze Ausmaß mit der Kamera nicht erfassen. Außerdem liegt der Friedhof auf beiden Seiten der Straße, was es zusätzlich erschwert, die ganzen Ausmaße zu überblicken. Aber auch dieser Ort des Gedenkens ist irgendwie auf eine ganz besondere Art beeindruckend.Vor allem die Größe ist erschreckend.

Die Spitze der Halbinsel bildet dann der "Cabrillo National Monument Park, Point Loma". Neben dem bereits erwähnten alten Leuchtturm ist dort noch das Cabrillo National Monument, das an den portugiesischen Entdecker Juan Rodriguez Cabrillo erinnert, zu erwähnen. Juan Rodriguez Cabrillo gilt als erster Europäer, der an dieser Stelle am 28. September 1542 die Westküste der USA erreichte.



Außerdem hat man von hier oben einen tollen Überblick einerseits über San Diego...



..... und andererseits über den Pazifik.....


.... sowie den "neuen" Leuchturm weiter unten an der Küste.


Auch die Gesteinsformationen an der Steilküste sind sehr interessant, und bei jung und alt beliebt. Ziemlich am Südende gibt es eine 'zugängliche' Stelle, die von vielen Besuchern von Point Loma ebenfalls angesteuert wird. Hier kann man laut Hinweistafeln in den verschiedenen Tidenbereichen viele Mehrbewohner wie Krebse beobachten. Das Klettern auf den Felsen scheint bei den Besuchern aber beliebter zu sein. Übrigens kostet der State Park 5 Dollar Eintritt pro Fahrzeug, aber dafür kann man unter anderem am Leuchturm auch ein kleines Museum betreten, es gibt ein Visitor Centre, dass einige interessante Informationen über San Diego und die Küste bereit hält, und für wen dass alles an einem Tag zu viel ist - das Ticket gilt eine Woche lang!




Auf dem Rückweg zum Flughafen habe ich dann noch mal einen kurzen Abstecher zum Strand gemacht, und ich war echt überrascht, was dort los war. Immerhin haben wir gerade mal Ende März! Andererseits ist das Wetter mit dem an der deutschen Nordseeküste vorherrschenden Wetter im August und September zu vergleichen.



Pünktlich um kurz vor 5 pm habe ich dann Blake am Flughafen abgeholt, und wir sind, nachdem wir auf dem Weg den Trailer am Hotel abgeholt haben, direkt auf die Interstate 8 Richtung El Centro gefahren. Auch diese Strecke hat noch mal gute 2,5 Stunden gedauert, da auch hier wieder das Phänomen '4,5 Liter Motor und trotzdem keine Leistung' aufkam. Zwischenzeitlich mussten wir es auch etwas langsamer gehen lassen, da dem Motörchen doch etwas warm wurde - nicht bedrohlich, aber doch etwas über normal.
Übrigens fährt man auf der Strecke meilenweit durch Landschaften wie diese:

 



Noch Montag Abend sind wir im Dunkeln nach Holtville zu Anthony Mertens gefahren, der hier im Imperial Valley für die Firma Central Implement die Krone Maschinen betreut, um zu gucken, ob die Presse und der JCB wie angekündigt vor Ort waren. JCB war da, die Presse nicht.


Ob unser Plan, Dienstagabend die ersten Ballen zu pressen, aufgeht, oder nicht, hängt davon ab, wann die Presse Dienstag geliefert wird. Angekündigt wird sie uns für 2 pm, kommen tut sie dann aber doch nicht vor 5 pm, da der Truck an der Grenze von Arizona nach Kalifornien wegen fehlenden Papieren für 'Oversize Load' aufgehalten wird.



Als er dann endlich ankommt, geht alles sehr schnell.

Da aber dann auch noch den Accumulator (Ballensammelwagen) anbringen müssen, die Bedienungen (drei an der Zahl, Presse, Accumulator und Waage) in der Kabine installieren, die Waage des Accumulators kalibrieren, und einige anderen Sachen vorbereiten müssen, und zudem neben einer verlorenen Hälfte der Gelenkwelle auch das Stromkabel der Waage fehlt, rückt unser Plan in immer weitere Ferne. Angedacht war 7 pm, aber um 8:30 pm sind wir immer noch nicht ganz fertig, und somit wird der Ersteinsatz auf 4:30 am am Mittwochmorgen verschoben.
Heute morgen um 3 Uhr - mein Wecker hatte gerade geklingelt, da wir um 3:30 am nach Holtville aufbrechen wollten - kam dann die Absage von Anthony. Es sei zu windig, und damit kein Pressen möglich. Evtl. später, so gegen 7 am. Wir sind dann also um 6 am aufgebrochen, und haben das Vorführgespann zum Feld gefahren. Doch wie schon befürchtet war das Alfalfa Heu durch den Wind bereits so trocken, dass ein Pressen nicht mehr möglich ist. Weil wenn man das trockene Material presst, hat man zu viele Bröckelverluste bei den kleinen Blättern, in denen aber die Energie steckt. Also hieß es mal wieder warten. Das stürmische Wetter, die Sonne und vor allem viel viel Staub in der Luft machen das warten nicht unbedingt angenehmer. Wir nutzen den Leerlauf um noch einige Sachen zu erledigen, und hoffen die ganze Zeit, dass der Wind einschläft, und die Luftfeuchtigkeit dafür sorgt, dass am Abend ein Pressen möglich ist. Doch auch das wird nichts, und jetzt ist der nächste Termin morgen früh - 5 Uhr!

Also heißt es nach wie vor WARTEN!


Auf dass die Zeit nicht zu lang wird!

Bis dahin alles Gute, und viele Grüße aus dem Imperial Valley!

Niklas


Samstag, 27. März 2010

Reno - The Biggest Little City in the World

Moin moin,

bevor ich Reno gestern verlassen habe, habe ich mir letzte Woche noch einmal nach Feierabend Downtown Reno und den berühmten Schriftzug angesehen.

Neben diesem Schriftzug hat Downtown Reno vor allem eines zu bieten - Casinos! Dadurch das in Nevada das Glücksspiel legal ist, und es im benachbarten Kalifornien meines Wissens immer noch per Gesetz verboten ist, zieht das 'Glück' nach wie vor viele 'Glücksritter' aus dem benachbarten Kalifornien vor allem aus der Gegend um San Francisco und Sacramento an. Nun ja, jeder muss halt selber wissen, wie er seine Freizeit verbringt, und wie er sein Geld ausgibt. Nur eins sollte jedem klar sein - in erster Linie verdienen die Besitzer der 'Einarmigen Banditen', die heutzutage jedoch allerorts von Computer abgelöst worden sind. Und wie gut sie verdienen, zeigen sie dann in Form von pompösen Gebäuden mit glitzernden Portalen - aber das alles soll noch nichts gegen Las Vegas sein. Vielleicht komme ich da ja auch noch mal hin, und kann mir das Schauspiel dort auch noch mal live begucken.





Neben Casinos und Souvenir-Shops hat Downtown Reno übrigens nicht viel zu bieten. Gut, Subway und Mc Donalds sind auch noch vertreten, schließlich kann man beim 'gambling' ja mal hungrig werden. Und der Typ Mensch, der dort überwiegend herumläuft, war mir ehrlich gesagt auch nicht ganz geheuer. Irgendwie sah keiner von denen sehr solide aus - ganz im Gegenteil: Viele versuchten ihr Glück durch betteln vor den Türen der Casinos. Ich habe mich also nach einem kurzen Aufenthalt auf der Old US 395 oder heute auch Virginia Street dann wieder zurück Richtung Truckee River begeben. Die dort angrenzenden Blocks waren ohne Casinos und herumlungernde Gestalten schon viel schöner.
Hier sieht man übrigens eines der älteren Gebäude an der Gründungsstelle Renos. 1859 wurde hier von William C. Fuller die erste Querung vom Truckee River in Form einer hölzernen Brücke erbaut.


Sehr schön fand ich auch diese Idee, ein Parkhaus etwas interessanter zu gestalten. Auch wenn ich von der amerikanischen Automobilgeschichte nicht so ganz viel Ahnung habe, waren die Oldtimer in dem Glaskasten doch sehr nett hergerichtet, und schön anzusehen. Und irgendwie hat mich dass Ganze an einen Smart Turm erinnert - übrigens, so ein 'nennen wir es mal Auto' habe ich hier auch schon gesehen. Ist gar nicht so einfach, zwischen den US-Full-Size-SUV einen Smart auszumachen. Passt ja fast zwischen die Profilstollen ;-)


Hier dann noch ein Bild vom Washoe Court House, das auf dem weg zwischen Downtown Reno und meinem Parkplatz lag. Irgendwie ist der Baustil sehr typisch, und immer wieder mal in US-amerikanischen Spielfilmen zu sehen.

Soviel zu Downtown Reno. Einige nette ältere Gebäude, aber das meiste nur Show und Glamor der großen und kleineren Casinos. Übrigens ist das Glücksspiel für Nevada so ertragreich, dass man in Nevada keine Einkommenssteuer bezahlen muss. Nevada lebt ausschließlich von den Steuern aus 'Gambling' und 'Mining' habe ich mir sagen lassen. Deswegen finden sich auch so viele Lagerhäuser in Reno, denn in Kalifornien ist die Steuerpolitik nicht zuletzt aufgrund der ganzen illegal eingereisten Mexikaner die vom Staat mit versorgt werden müssen eine deutlich andere. Kalifornien ist pleite und benötigt Geld - deswegen wird dort auf so ziemlich alles Steuern erhoben. (Auch dieses habe ich mir so sagen lassen)

Aber zurück zum Thema:
Für einen Kurztrip nach Feierabend war Downtown Reno ganz unterhaltsam, aber länger als ein zwei Stunden braucht man dort nicht, um alles zu sehen. Evtl. ist es im Dunkeln auch noch mal ganz interessant, wenn die ganzen Leuchteffekte noch mehr zur Geltung kommen.

Soviel für jetzt. Über meine Reise nach Imperial Valley und den Tourstart berichte ich dann beim nächsten Mal.

Gruß Niklas

Montag, 22. März 2010

Weekend - Steves Airplane und Squaw Valley

Hallo,

heute berichte ich von meinem vorerst letzten Wochenende in Reno. Denn Ende der Woche werde ich hier Richtung Süd Kalifornien aufbrechen, um dann doch endlich die Roadshow zu beginnen. Letzte Woche ist der JCB in Washington eingetroffen, und wird dort gerade von dem JCB Händler startklar gemacht, bevor er dann im Laufe dieser Woche nach Bakersfield geliefert wird. Dort wird dann das Gespann zusammen gestellt, und komplett auf einen LKW verladen, um nach El Centro, Imperial Valley transportiert zu werden.
Letzte Woche war ich mit George Kilbride noch mal in Bakersfield, um einige Dinge an der Presse zu erledigen, und auf dem Weg haben wir gleich ein paar Ersatzteile mit genommen. Bot sich ja an, da wir eh mit Anhänger unterwegs waren. Von Bakersfield mussten 2 Auswurfbögen für den BiG X zurück, da die Häcksler in Kalifornien mit kürzeren Bögen zur seitlichen Beladung der LKW ausgestattet werden.


Auf dem Rückweg haben wir dann auch noch bei dem Pioneer Equipment Standort in Turlock angehalten, um auch von dort wieder Teile mit zurück zu nehmen - insgesamt 3 weitere Auswurfbögen - und ich habe die dortige Location ebenfalls kennen gelernt. Und da der Versand für diese Sperrteile sehr hoch ist, haben wir auch noch mächtig Transportkosten gespart.

Aber ich wollte ja eigentlich vom Wochenende berichten.

Also, am Samstag war ich wieder mit Steve bei seinem Flugzeug, und wir haben diesmal die Kraftstoffleitungen und die Tankentlüftungsleitungen hergestellt und eingebaut. Ist schon sehr angenehm, wie leicht sich Aluminiumleitungen bearbeiten lassen. Flansche erstellen, Leitungen biegen, alles kein Problem.

Sonntag haben wir uns dann noch mal zum Skifahren verabredet. Wieder Squaw Valley, denn letztes mal war es trotz Schneefall einfach nur genial dort. Ich habe also Samstagabend noch schnell die Ausrüstung ausgeliehen, und dank der Quittung vom letzten mal habe ich auch genau die gleichen Sachen wieder bekommen. Exakt die gleichen Boots, und vor allem exakt die gleichen Ski, denn auch die waren einfach nur super. Die Liftkarte gabs auch wieder mit 20 Dollar Ermäßigung, und somit stand dem Skivergnügen am Sonntag eigentlich nichts mehr im Wege. Die Webpage von Squaw Valley Klickste hier, wenn du Lust hast! sprach von Sonnenschein, leichtem Wind, und 124 - 144 ' Snow, was soviel bedeutet wie 3,14 Meter im Tal und 3,69 Meter auf dem Berg. Sollte also reichen, und ganz unter uns - hat es auch!

Sonntag morgen sind wir dann um kurz nach 8 Uhr bei mir am Hotel aufgebrochen, und haben unterwegs noch schnell bei Starbucks ein kleines Frühstück eingeworfen, bevor wir dann kurz nach 9 Uhr endlich in dem sonnige Squaw Valley eingetroffen sind. Schnell auf die Bretter, und dann ging das Skivergnügen auch schon los. Und ich muss sagen, jetzt, wo man das Skigebiet schon etwas kannte, war es noch viel besser, als das letzte mal.

Der Schnee war trotz der recht warmen Temperaturen (44° Fahrenheit) .....

Umrechnung ist klar, oder?
(Temp °Fahrenheit -32 ) x 5 /9 = Temp °Celsius

.......einfach wieder großartig. Im Tal zwar etwas schwerer, aber oben auf dem Berg super griffig, keine Eisplatten, und einfach nur traumhaft. Da ja das letzte mal das Wetter mittags umschlug und Schneefall und Wolken die Sicht etwas vermiest haben, hatten wir gar nicht bemerkt, dass es hinter dem von uns angenommen letztem Bergkamm noch weiter ging, und somit hatten wir auch dieses mal noch mal wieder neue Pisten und Lifte zu erkunden. Und dieser Hang gefiel mir dabei am Besten.

Neben den Pisten, die hier im Gebiet zwar präpariert sind, aber nicht wie in Österreich üblich mit Stangen markiert sind, kann man auch überall fahren, wo man will. Netterweise stehen oberhalb von Klippen kleine dezente Hinweise, aber auch dort darf man fahren, wenn man will.

Auf dem Bild kommt es leider nicht so gut raus, aber auch zwischen den felsen im Hintergrund waren etliche Spuren zu sehen, die dann gerne auch mal im kühnen Sprung über die Felsen weiter gingen. Aber sowas ist dann doch ehr nichts für mich. Natürlich nur, weil ich die geliehenen Ski nicht kaputt machen will.....

Einzig der etwas in die Jahre gekommene Lift .....

..... mit dem klangvollen Namen "Granite Chief" hätte doch etwas schneller sein können. Aber trotzdem haben wir die Piste viermal genossen, bevor wir wieder in andere Regionen des riesigen Skigebietes aufgebrochen sind.
Diesmal ist die Zeit nur leider wieder wie im Fluge vergangen (Wobei die Zeit bei Fliegen eigentlich gar nicht schnell vergeht....) und viel zu schnell war es 16 Uhr, so dass der wunderbare Skitag schon wieder zu Ende war. Abends war ich dann noch bei Brent und seiner Frau zum Dinner eingeladen, so dass es ein rundum gelungener Tag war. Leider wohl der vorerst letzte Skitag.


Hier mal noch ein Panoramabild, dass ich jedoch nur semiprofessionell mit paint zusammen geschnitten habe. Also verzeiht mir bitte die etwas harten Übergänge!


Also, bis dahin!

Niklas

Freitag, 19. März 2010

Weekend - Steves Airplane und Pyramid Lake

Hey ho,

heute melde ich mich mal wieder aus dem schönen Reno, um euch ein wenig auf dem Laufenden zu halten.
Ich wollte euch ja noch vom letzten Wochenende erzählen.

Eigentlich hatte ich geplant, das Wochenende mit Snowmobil fahren oder Ski fahren zu verbringen, aber erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Also, derjenige, der weiß, wo man günstig Snowmobiles mieten kann, hat sich leider nicht bei meinem Kollegen Steve gemeldet, und somit ist am Samstag das Projekt schon mal flach gefallen. Die Alternative war dann, mit Steve an seinem Flugzeug zu basteln. Ich habe mir also vorgestellt, dass er ein kleines Flugzeug ähnlich einer Cessna oder so besitzt, und dort eine Kleinigkeit repariert werden muss - gut, er sprach von Flügeln abnehmen und von Spritleitungen.... Hätte mich eigentlich schon stutzig stimmen müssen. Aber egal. Wir sind also gegen 10 Uhr zum Reno Stead Airport aufgebrochen, und sind dort zu seinem angemieteten Hangar gefahren.
Dort bot sich mir dann folgendes Bild:

Steve's Airplane ist ein Bausatz, an dem er seit ca. 4 Jahren baut, und in den er schon geschätzt mehr als 2000 Stunden investiert hat. Dazu muss man wissen, dass Steve ein sehr gründlich arbeitender Mensch ist, der nicht auf die Schnelle etwas zusammen schustert, sondern vor jedem Loch das er bohrt, vor jeder Niete, die er setzt, mindestens drei mal überprüft, ob das so auch richtig ist. Ich denke, bei einem Flugzeug würde ich es genau so machen. Bei den Sachen, an denen ich bisher gearbeitet habe, sind die Folgen bei einem Fehler vielleicht nicht so ganz ernst, so dass ich auch schon manchmal auch nur ein oder zwei mal in die Anleitung gucke, oder bei Sachen, die klar zu sein scheinen auch ganz auf die Selbige verzichte. Frei nach dem Motto: "Versuch macht klug!"
Aber was ich dort in dem Hangar gesehen habe, hat mich schon irgendwie fasziniert. Nicht zuletzt, weil ich mir so ein Projekt wahrscheinlich (noch) nicht zutrauen würde. Auch das ganze Spezialwerkzeug, was man braucht, hat mich irgendwie beeindruckt.

Hier noch ein paar Bilder von seinem Flugzeug.



Und hier dann auch ein Bild von der Baustelle, an der wir an dem Tag gewerkelt haben:

In der Vorderkante der Flügel sind die Tanks verbaut. Wir haben erst an der Befestigung eine 'Nutplate', also eine Mutter auf einer Platte aufgenietet, an der später der Flügel im vorderen Bereich zusätzlich gehalten wird, und dann die Schwimmer der Tankgeber angepasst. Leider konnten wir das Ganze dann nicht mehr einbauen, da die entsprechende Dichtmasse fehlte. Aber vorbereitet ist alles.

Auch wenn dieser Tag komplett anders war, als gedacht, war es doch wieder sehr interessant für mich. Denn sowas habe ich bisher noch nicht gesehen.

Auf Skifahren am Sonntag hatte ich dann auch keine Lust mehr, deswegen hat sich am Sonntag mein Plan dann auch etwas geändert. Hauptgrund war die Wettervorhersage, die von teils starken Winden in den Bergen sprach. Und auf starken Wind hatte ich dann mit meiner spärlichen Ausstattung doch keine Lust. Außerdem konnte ich mich nicht damit anfreunden, Samstagabend wieder das ganze Gerödel auszuleihen, um einen Tag Ski fahren zu gehen. Als Alternative habe ich mich dann mal Richtung Wüste auf gemacht. Interstate I-80 Richtung Osten. Es ist schon interessant, wie schnell hier die Landschaft von einem Extrem ins andere wechselt. Da wo Wasser ist, wächst und gedeiht alles prächtig, und da wo kein Wasser hinkommt, ist Steppe bis Wüste.
Hier mal ein paar Eindrücke:



Sehr nett anzusehen waren auch die Mustangs, die wilden Pferde, die in dieser Region in den Bergen leben. Wie ich auf wikipedia herausgefunden habe, werden diese wilden Pferde nicht von jedem geliebt, und gerade die Viehzüchter sehen sie als große Konkurrenz. Wer dazu genaueres wissen möchte, guckt am Besten selber nach! Klick me softly!



Meine Fahrt ging dann aber weiter, immer entlang dem Truckee River, der im Lake Tahoe seinen Ursprung findet, und über Reno in den Pyramid Lake fließt.


Toll anzuehen sind auch die verschiedenen Farben der Berge. Auf diesem Foto kann man es nur leicht erkennen, in wirklichkeit leuchten die Farben noch deutlich kräftiger.


Auf der anderen Straßenseite ist der Truckee River in seinem tiefen Bett zu sehen.


Und am Ende des Flusses liegt der Pyramid Lake. Leider hat es mir meine Tankuhr nicht erlaubt, weiter zu fahren, da ich wiedererwartend keine Tankstelle in der näheren Umgebung sichten konnte, und natürlich auch vorher in Reno nicht mehr getankt hatte - wieso auch? grrr Und nach Hause laufen stand ebenfalls nicht auf meinem Plan. Aber aus der Ferne sieht der See sehr schön aus. Leider habe ich auch hierzu einige Informationen bei Wikipedia gefunden, die besagen, dass der See von Jahr zu Jahr kleiner wird. Klick here!


Also hieß es "umkehren" für mich, und zurück nach Reno. Aber auch diese fast menschenleere Region hat irgendwie ihren ganz besonderen Reiz. Vor allem zu dieser Jahreszeit.

So long!

Gruß Niklas

Sonntag, 14. März 2010

Reno - viel Arbeit vor der großen Eröffnung

Moin moin,

heute melde ich mich mal wieder nach einer anstrengenden Woche aus dem sonnig aber kalten Reno. Denn Donnerstag und Freitag war die große Eröffnung des neuen Standortes in Reno, und die Vorbereitungen haben doch jede Menge Arbeit mit sich gebracht. 

Neben einem großzügigen Ersatzteillager mit allen wichtigen Teilen steht an diesem Standort nun auch genügend Platz und Equipment für Sevice-Schulungen zur Verfügung. Nachdem wir von Montag bis Mittwoch das Lager mächtig herausgeputzt haben, und die Maschinen sowie sonstiges Equipment auf Hochglanz gebracht haben, musste dann Donnerstag alles entsprechend platziert und aufgebaut werden.
Die meiste Arbeit machte dabei das Wischen des gesamten Bodens im Lager. Staub und Dreck mussten weg, und somit habe ich Mittwoch und Donnerstag Morgen zum Glück mit einer Maschine den ganzen Lagerboden feucht gewischt. Der Unterschied war schon phänomenal. Vorher wirkte alles Stumpf und dreckig, hinterher glänzte der Betonboden richtig. Das Wischwasser, was ich jedes mal aus der Maschine in die nächste Toilette entleert habe, war dafür auch schwarz wie Altöl, und in dem Tank sammelte sich jedes mal ein Bodensatz aus Sand und kleinen Steinchen. Auch Kleinigkeiten wie ein Krone Schild durfte natürlich nicht fehlen, und so wurde auch Dieses Anfang der Woche angebracht.



Donnerstag Mittag kam dann hoher Besuch aus Spelle - Bernard Krone und Wilhelm Voss - zusammen mit der Geschäftsführung von Krone Northamerica aus Memphis angereist, und nach einer kurzen Besichtigung stand dann abends im Grand Sierra Resort in Reno ein Essen mit Kunden und Händlern auf dem Programm. Im Anschluss an drei lockeren und sehr informativen Reden von Rusty Fowler, Bernard Krone und Wilhelm Voss über die Firma Krone, die derzeitige Lage und die Aussichten wurde dann bei sehr leckerem Essen und Wein in vielen Fachgesprächen über Krone Technik diskutiert.

Am nächsten Tag stand dann ab 10 Uhr bis ca. 15 Uhr die neue Location an folgender Adresse
Krone Western Region
4674 Aircenter Circle
Reno, NV 89502
zur Besichtigung bereit. Neben einigen Maschinen aus dem Krone Programm, wie BiG M 400, BiG X 1000 und BiG X 650 sowie BiG Pack 1290 XC HDP gab es auch viel interessantes Zubehör zu sehen. Außerdem war für das leibliche Wohl gesorgt, und neben vielen kleinen Leckereien gab es den für die USA traditionellen großen Kuchen mit Krone Northamerica Logo zur Eröffnung.





Zwischendurch fand dann die symbolische Eröffnung statt. Dabei wurde ein Band bestehend aus dem starken HDP Garn von der Geschäftsführung durchtrennt. Aber dank scharfer Schere bereitete auch diese starke Version Garn keine Probleme.



Soviel für heute über die letzte Woche. Selbstverständlich habe ich neben den Vorbereitungen auch meinen Trailer weiter vervollständigt, und mit Werkzeug und Ersatzteilen bestückt. Denn in 2 Wochen, am 29. März werde ich Blake Fuller in San Diego abholen, und ab dem 30. März wird dann endlich die lang ersehnte Roadshow stattfinden.

Also, bis dahin!
Gruß Niklas