Samstag, 27. März 2010

Reno - The Biggest Little City in the World

Moin moin,

bevor ich Reno gestern verlassen habe, habe ich mir letzte Woche noch einmal nach Feierabend Downtown Reno und den berühmten Schriftzug angesehen.

Neben diesem Schriftzug hat Downtown Reno vor allem eines zu bieten - Casinos! Dadurch das in Nevada das Glücksspiel legal ist, und es im benachbarten Kalifornien meines Wissens immer noch per Gesetz verboten ist, zieht das 'Glück' nach wie vor viele 'Glücksritter' aus dem benachbarten Kalifornien vor allem aus der Gegend um San Francisco und Sacramento an. Nun ja, jeder muss halt selber wissen, wie er seine Freizeit verbringt, und wie er sein Geld ausgibt. Nur eins sollte jedem klar sein - in erster Linie verdienen die Besitzer der 'Einarmigen Banditen', die heutzutage jedoch allerorts von Computer abgelöst worden sind. Und wie gut sie verdienen, zeigen sie dann in Form von pompösen Gebäuden mit glitzernden Portalen - aber das alles soll noch nichts gegen Las Vegas sein. Vielleicht komme ich da ja auch noch mal hin, und kann mir das Schauspiel dort auch noch mal live begucken.





Neben Casinos und Souvenir-Shops hat Downtown Reno übrigens nicht viel zu bieten. Gut, Subway und Mc Donalds sind auch noch vertreten, schließlich kann man beim 'gambling' ja mal hungrig werden. Und der Typ Mensch, der dort überwiegend herumläuft, war mir ehrlich gesagt auch nicht ganz geheuer. Irgendwie sah keiner von denen sehr solide aus - ganz im Gegenteil: Viele versuchten ihr Glück durch betteln vor den Türen der Casinos. Ich habe mich also nach einem kurzen Aufenthalt auf der Old US 395 oder heute auch Virginia Street dann wieder zurück Richtung Truckee River begeben. Die dort angrenzenden Blocks waren ohne Casinos und herumlungernde Gestalten schon viel schöner.
Hier sieht man übrigens eines der älteren Gebäude an der Gründungsstelle Renos. 1859 wurde hier von William C. Fuller die erste Querung vom Truckee River in Form einer hölzernen Brücke erbaut.


Sehr schön fand ich auch diese Idee, ein Parkhaus etwas interessanter zu gestalten. Auch wenn ich von der amerikanischen Automobilgeschichte nicht so ganz viel Ahnung habe, waren die Oldtimer in dem Glaskasten doch sehr nett hergerichtet, und schön anzusehen. Und irgendwie hat mich dass Ganze an einen Smart Turm erinnert - übrigens, so ein 'nennen wir es mal Auto' habe ich hier auch schon gesehen. Ist gar nicht so einfach, zwischen den US-Full-Size-SUV einen Smart auszumachen. Passt ja fast zwischen die Profilstollen ;-)


Hier dann noch ein Bild vom Washoe Court House, das auf dem weg zwischen Downtown Reno und meinem Parkplatz lag. Irgendwie ist der Baustil sehr typisch, und immer wieder mal in US-amerikanischen Spielfilmen zu sehen.

Soviel zu Downtown Reno. Einige nette ältere Gebäude, aber das meiste nur Show und Glamor der großen und kleineren Casinos. Übrigens ist das Glücksspiel für Nevada so ertragreich, dass man in Nevada keine Einkommenssteuer bezahlen muss. Nevada lebt ausschließlich von den Steuern aus 'Gambling' und 'Mining' habe ich mir sagen lassen. Deswegen finden sich auch so viele Lagerhäuser in Reno, denn in Kalifornien ist die Steuerpolitik nicht zuletzt aufgrund der ganzen illegal eingereisten Mexikaner die vom Staat mit versorgt werden müssen eine deutlich andere. Kalifornien ist pleite und benötigt Geld - deswegen wird dort auf so ziemlich alles Steuern erhoben. (Auch dieses habe ich mir so sagen lassen)

Aber zurück zum Thema:
Für einen Kurztrip nach Feierabend war Downtown Reno ganz unterhaltsam, aber länger als ein zwei Stunden braucht man dort nicht, um alles zu sehen. Evtl. ist es im Dunkeln auch noch mal ganz interessant, wenn die ganzen Leuchteffekte noch mehr zur Geltung kommen.

Soviel für jetzt. Über meine Reise nach Imperial Valley und den Tourstart berichte ich dann beim nächsten Mal.

Gruß Niklas

Montag, 22. März 2010

Weekend - Steves Airplane und Squaw Valley

Hallo,

heute berichte ich von meinem vorerst letzten Wochenende in Reno. Denn Ende der Woche werde ich hier Richtung Süd Kalifornien aufbrechen, um dann doch endlich die Roadshow zu beginnen. Letzte Woche ist der JCB in Washington eingetroffen, und wird dort gerade von dem JCB Händler startklar gemacht, bevor er dann im Laufe dieser Woche nach Bakersfield geliefert wird. Dort wird dann das Gespann zusammen gestellt, und komplett auf einen LKW verladen, um nach El Centro, Imperial Valley transportiert zu werden.
Letzte Woche war ich mit George Kilbride noch mal in Bakersfield, um einige Dinge an der Presse zu erledigen, und auf dem Weg haben wir gleich ein paar Ersatzteile mit genommen. Bot sich ja an, da wir eh mit Anhänger unterwegs waren. Von Bakersfield mussten 2 Auswurfbögen für den BiG X zurück, da die Häcksler in Kalifornien mit kürzeren Bögen zur seitlichen Beladung der LKW ausgestattet werden.


Auf dem Rückweg haben wir dann auch noch bei dem Pioneer Equipment Standort in Turlock angehalten, um auch von dort wieder Teile mit zurück zu nehmen - insgesamt 3 weitere Auswurfbögen - und ich habe die dortige Location ebenfalls kennen gelernt. Und da der Versand für diese Sperrteile sehr hoch ist, haben wir auch noch mächtig Transportkosten gespart.

Aber ich wollte ja eigentlich vom Wochenende berichten.

Also, am Samstag war ich wieder mit Steve bei seinem Flugzeug, und wir haben diesmal die Kraftstoffleitungen und die Tankentlüftungsleitungen hergestellt und eingebaut. Ist schon sehr angenehm, wie leicht sich Aluminiumleitungen bearbeiten lassen. Flansche erstellen, Leitungen biegen, alles kein Problem.

Sonntag haben wir uns dann noch mal zum Skifahren verabredet. Wieder Squaw Valley, denn letztes mal war es trotz Schneefall einfach nur genial dort. Ich habe also Samstagabend noch schnell die Ausrüstung ausgeliehen, und dank der Quittung vom letzten mal habe ich auch genau die gleichen Sachen wieder bekommen. Exakt die gleichen Boots, und vor allem exakt die gleichen Ski, denn auch die waren einfach nur super. Die Liftkarte gabs auch wieder mit 20 Dollar Ermäßigung, und somit stand dem Skivergnügen am Sonntag eigentlich nichts mehr im Wege. Die Webpage von Squaw Valley Klickste hier, wenn du Lust hast! sprach von Sonnenschein, leichtem Wind, und 124 - 144 ' Snow, was soviel bedeutet wie 3,14 Meter im Tal und 3,69 Meter auf dem Berg. Sollte also reichen, und ganz unter uns - hat es auch!

Sonntag morgen sind wir dann um kurz nach 8 Uhr bei mir am Hotel aufgebrochen, und haben unterwegs noch schnell bei Starbucks ein kleines Frühstück eingeworfen, bevor wir dann kurz nach 9 Uhr endlich in dem sonnige Squaw Valley eingetroffen sind. Schnell auf die Bretter, und dann ging das Skivergnügen auch schon los. Und ich muss sagen, jetzt, wo man das Skigebiet schon etwas kannte, war es noch viel besser, als das letzte mal.

Der Schnee war trotz der recht warmen Temperaturen (44° Fahrenheit) .....

Umrechnung ist klar, oder?
(Temp °Fahrenheit -32 ) x 5 /9 = Temp °Celsius

.......einfach wieder großartig. Im Tal zwar etwas schwerer, aber oben auf dem Berg super griffig, keine Eisplatten, und einfach nur traumhaft. Da ja das letzte mal das Wetter mittags umschlug und Schneefall und Wolken die Sicht etwas vermiest haben, hatten wir gar nicht bemerkt, dass es hinter dem von uns angenommen letztem Bergkamm noch weiter ging, und somit hatten wir auch dieses mal noch mal wieder neue Pisten und Lifte zu erkunden. Und dieser Hang gefiel mir dabei am Besten.

Neben den Pisten, die hier im Gebiet zwar präpariert sind, aber nicht wie in Österreich üblich mit Stangen markiert sind, kann man auch überall fahren, wo man will. Netterweise stehen oberhalb von Klippen kleine dezente Hinweise, aber auch dort darf man fahren, wenn man will.

Auf dem Bild kommt es leider nicht so gut raus, aber auch zwischen den felsen im Hintergrund waren etliche Spuren zu sehen, die dann gerne auch mal im kühnen Sprung über die Felsen weiter gingen. Aber sowas ist dann doch ehr nichts für mich. Natürlich nur, weil ich die geliehenen Ski nicht kaputt machen will.....

Einzig der etwas in die Jahre gekommene Lift .....

..... mit dem klangvollen Namen "Granite Chief" hätte doch etwas schneller sein können. Aber trotzdem haben wir die Piste viermal genossen, bevor wir wieder in andere Regionen des riesigen Skigebietes aufgebrochen sind.
Diesmal ist die Zeit nur leider wieder wie im Fluge vergangen (Wobei die Zeit bei Fliegen eigentlich gar nicht schnell vergeht....) und viel zu schnell war es 16 Uhr, so dass der wunderbare Skitag schon wieder zu Ende war. Abends war ich dann noch bei Brent und seiner Frau zum Dinner eingeladen, so dass es ein rundum gelungener Tag war. Leider wohl der vorerst letzte Skitag.


Hier mal noch ein Panoramabild, dass ich jedoch nur semiprofessionell mit paint zusammen geschnitten habe. Also verzeiht mir bitte die etwas harten Übergänge!


Also, bis dahin!

Niklas

Freitag, 19. März 2010

Weekend - Steves Airplane und Pyramid Lake

Hey ho,

heute melde ich mich mal wieder aus dem schönen Reno, um euch ein wenig auf dem Laufenden zu halten.
Ich wollte euch ja noch vom letzten Wochenende erzählen.

Eigentlich hatte ich geplant, das Wochenende mit Snowmobil fahren oder Ski fahren zu verbringen, aber erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt. Also, derjenige, der weiß, wo man günstig Snowmobiles mieten kann, hat sich leider nicht bei meinem Kollegen Steve gemeldet, und somit ist am Samstag das Projekt schon mal flach gefallen. Die Alternative war dann, mit Steve an seinem Flugzeug zu basteln. Ich habe mir also vorgestellt, dass er ein kleines Flugzeug ähnlich einer Cessna oder so besitzt, und dort eine Kleinigkeit repariert werden muss - gut, er sprach von Flügeln abnehmen und von Spritleitungen.... Hätte mich eigentlich schon stutzig stimmen müssen. Aber egal. Wir sind also gegen 10 Uhr zum Reno Stead Airport aufgebrochen, und sind dort zu seinem angemieteten Hangar gefahren.
Dort bot sich mir dann folgendes Bild:

Steve's Airplane ist ein Bausatz, an dem er seit ca. 4 Jahren baut, und in den er schon geschätzt mehr als 2000 Stunden investiert hat. Dazu muss man wissen, dass Steve ein sehr gründlich arbeitender Mensch ist, der nicht auf die Schnelle etwas zusammen schustert, sondern vor jedem Loch das er bohrt, vor jeder Niete, die er setzt, mindestens drei mal überprüft, ob das so auch richtig ist. Ich denke, bei einem Flugzeug würde ich es genau so machen. Bei den Sachen, an denen ich bisher gearbeitet habe, sind die Folgen bei einem Fehler vielleicht nicht so ganz ernst, so dass ich auch schon manchmal auch nur ein oder zwei mal in die Anleitung gucke, oder bei Sachen, die klar zu sein scheinen auch ganz auf die Selbige verzichte. Frei nach dem Motto: "Versuch macht klug!"
Aber was ich dort in dem Hangar gesehen habe, hat mich schon irgendwie fasziniert. Nicht zuletzt, weil ich mir so ein Projekt wahrscheinlich (noch) nicht zutrauen würde. Auch das ganze Spezialwerkzeug, was man braucht, hat mich irgendwie beeindruckt.

Hier noch ein paar Bilder von seinem Flugzeug.



Und hier dann auch ein Bild von der Baustelle, an der wir an dem Tag gewerkelt haben:

In der Vorderkante der Flügel sind die Tanks verbaut. Wir haben erst an der Befestigung eine 'Nutplate', also eine Mutter auf einer Platte aufgenietet, an der später der Flügel im vorderen Bereich zusätzlich gehalten wird, und dann die Schwimmer der Tankgeber angepasst. Leider konnten wir das Ganze dann nicht mehr einbauen, da die entsprechende Dichtmasse fehlte. Aber vorbereitet ist alles.

Auch wenn dieser Tag komplett anders war, als gedacht, war es doch wieder sehr interessant für mich. Denn sowas habe ich bisher noch nicht gesehen.

Auf Skifahren am Sonntag hatte ich dann auch keine Lust mehr, deswegen hat sich am Sonntag mein Plan dann auch etwas geändert. Hauptgrund war die Wettervorhersage, die von teils starken Winden in den Bergen sprach. Und auf starken Wind hatte ich dann mit meiner spärlichen Ausstattung doch keine Lust. Außerdem konnte ich mich nicht damit anfreunden, Samstagabend wieder das ganze Gerödel auszuleihen, um einen Tag Ski fahren zu gehen. Als Alternative habe ich mich dann mal Richtung Wüste auf gemacht. Interstate I-80 Richtung Osten. Es ist schon interessant, wie schnell hier die Landschaft von einem Extrem ins andere wechselt. Da wo Wasser ist, wächst und gedeiht alles prächtig, und da wo kein Wasser hinkommt, ist Steppe bis Wüste.
Hier mal ein paar Eindrücke:



Sehr nett anzusehen waren auch die Mustangs, die wilden Pferde, die in dieser Region in den Bergen leben. Wie ich auf wikipedia herausgefunden habe, werden diese wilden Pferde nicht von jedem geliebt, und gerade die Viehzüchter sehen sie als große Konkurrenz. Wer dazu genaueres wissen möchte, guckt am Besten selber nach! Klick me softly!



Meine Fahrt ging dann aber weiter, immer entlang dem Truckee River, der im Lake Tahoe seinen Ursprung findet, und über Reno in den Pyramid Lake fließt.


Toll anzuehen sind auch die verschiedenen Farben der Berge. Auf diesem Foto kann man es nur leicht erkennen, in wirklichkeit leuchten die Farben noch deutlich kräftiger.


Auf der anderen Straßenseite ist der Truckee River in seinem tiefen Bett zu sehen.


Und am Ende des Flusses liegt der Pyramid Lake. Leider hat es mir meine Tankuhr nicht erlaubt, weiter zu fahren, da ich wiedererwartend keine Tankstelle in der näheren Umgebung sichten konnte, und natürlich auch vorher in Reno nicht mehr getankt hatte - wieso auch? grrr Und nach Hause laufen stand ebenfalls nicht auf meinem Plan. Aber aus der Ferne sieht der See sehr schön aus. Leider habe ich auch hierzu einige Informationen bei Wikipedia gefunden, die besagen, dass der See von Jahr zu Jahr kleiner wird. Klick here!


Also hieß es "umkehren" für mich, und zurück nach Reno. Aber auch diese fast menschenleere Region hat irgendwie ihren ganz besonderen Reiz. Vor allem zu dieser Jahreszeit.

So long!

Gruß Niklas

Sonntag, 14. März 2010

Reno - viel Arbeit vor der großen Eröffnung

Moin moin,

heute melde ich mich mal wieder nach einer anstrengenden Woche aus dem sonnig aber kalten Reno. Denn Donnerstag und Freitag war die große Eröffnung des neuen Standortes in Reno, und die Vorbereitungen haben doch jede Menge Arbeit mit sich gebracht. 

Neben einem großzügigen Ersatzteillager mit allen wichtigen Teilen steht an diesem Standort nun auch genügend Platz und Equipment für Sevice-Schulungen zur Verfügung. Nachdem wir von Montag bis Mittwoch das Lager mächtig herausgeputzt haben, und die Maschinen sowie sonstiges Equipment auf Hochglanz gebracht haben, musste dann Donnerstag alles entsprechend platziert und aufgebaut werden.
Die meiste Arbeit machte dabei das Wischen des gesamten Bodens im Lager. Staub und Dreck mussten weg, und somit habe ich Mittwoch und Donnerstag Morgen zum Glück mit einer Maschine den ganzen Lagerboden feucht gewischt. Der Unterschied war schon phänomenal. Vorher wirkte alles Stumpf und dreckig, hinterher glänzte der Betonboden richtig. Das Wischwasser, was ich jedes mal aus der Maschine in die nächste Toilette entleert habe, war dafür auch schwarz wie Altöl, und in dem Tank sammelte sich jedes mal ein Bodensatz aus Sand und kleinen Steinchen. Auch Kleinigkeiten wie ein Krone Schild durfte natürlich nicht fehlen, und so wurde auch Dieses Anfang der Woche angebracht.



Donnerstag Mittag kam dann hoher Besuch aus Spelle - Bernard Krone und Wilhelm Voss - zusammen mit der Geschäftsführung von Krone Northamerica aus Memphis angereist, und nach einer kurzen Besichtigung stand dann abends im Grand Sierra Resort in Reno ein Essen mit Kunden und Händlern auf dem Programm. Im Anschluss an drei lockeren und sehr informativen Reden von Rusty Fowler, Bernard Krone und Wilhelm Voss über die Firma Krone, die derzeitige Lage und die Aussichten wurde dann bei sehr leckerem Essen und Wein in vielen Fachgesprächen über Krone Technik diskutiert.

Am nächsten Tag stand dann ab 10 Uhr bis ca. 15 Uhr die neue Location an folgender Adresse
Krone Western Region
4674 Aircenter Circle
Reno, NV 89502
zur Besichtigung bereit. Neben einigen Maschinen aus dem Krone Programm, wie BiG M 400, BiG X 1000 und BiG X 650 sowie BiG Pack 1290 XC HDP gab es auch viel interessantes Zubehör zu sehen. Außerdem war für das leibliche Wohl gesorgt, und neben vielen kleinen Leckereien gab es den für die USA traditionellen großen Kuchen mit Krone Northamerica Logo zur Eröffnung.





Zwischendurch fand dann die symbolische Eröffnung statt. Dabei wurde ein Band bestehend aus dem starken HDP Garn von der Geschäftsführung durchtrennt. Aber dank scharfer Schere bereitete auch diese starke Version Garn keine Probleme.



Soviel für heute über die letzte Woche. Selbstverständlich habe ich neben den Vorbereitungen auch meinen Trailer weiter vervollständigt, und mit Werkzeug und Ersatzteilen bestückt. Denn in 2 Wochen, am 29. März werde ich Blake Fuller in San Diego abholen, und ab dem 30. März wird dann endlich die lang ersehnte Roadshow stattfinden.

Also, bis dahin!
Gruß Niklas

Sonntag, 28. Februar 2010

Weekend - Hollywood (update)

Moin moin, es gibt mal wieder ein Update!

Ich bin ja quasi auf der Rückreise vom Imperial Valley nach Reno, mit Zwischenstopp in Bakersfield. Und auf diesem Weg kommt man ja bekanntlich durch Los Angeles - was liegt da also näher, als das Wochenende in der Zweitgrößten Stadt der USA zu verbringen?

Gestern (Samstag) morgen habe ich mich also von San Diego auf den Weg Richtung Los Angeles gemacht. Ein Hotel (Best Western) habe ich mir schon vorher im Internet besorgt, und auch dort gebucht. Eigentlich hatte ich mit völlig überzogenen Preisen gerechnet, weil ich vorher von allen Seiten gehört hatte, dass L.A. eine der teuersten Städte ist. Zu meiner Freude kostet das Hotel nicht mehr, als woanders auch, und ich bin nur wenige Meter vom Hollywood Boulevard entfernt. Leider spielt das Wetter jedoch nicht so ganz mit. Ich habe die ganze Zeit immer wieder starke Regenfälle, und auf dem nicht unbedingt für starke Regenfälle ausgelegten Freeway (Interstate 5) steht teilweise das Wasser ganz schön hoch. Trotz langsamer Geschwindigkeit steht teilweise etwas viel Wasser auf der Straße, so dass der Highlander ab und an mal leicht zu schwimmen anfängt. Das Gefühl des Aquaplaning kenne ich von meinem Landy nun gar nicht, ich finde es aber auch ehrlich gesagt nicht gerade angenehm. Zum Glück sind die Straßen hier breit, und der Verkehr nicht so dicht. Mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit komme ich aber dann doch ohne weitere Probleme gut in Hollywood an. Ich beschließe, der Interstate 5 bis Burbanks zu folgen, und mich dann quasi von hinten vorbei an den großen Filmstudios nach Hollywood zu begeben.

Das schöne ist, dass die Interstate 5 nicht mautpflichtig ist, die meisten anderen Freeways in L.A. jedoch Toll Roads sind. Und auf Mautstationen habe ich irgendwie keine Lust.
Der Regen macht auch zwischendurch mal kurze Pausen, und der Scheibenwischer muss nicht die ganze Zeit in der höchsten Stufe schuften.
Als ich dann an den Warner Bros Studios vorbeifahre, scheint sogar die Sonne.


Weiter geht es Richtung Hollywood. Als ich am Hotel ankomme, habe ich den Hollywood Boulevard ca. 5 min. zu Fuss vor mir, und den berühmten Schriftzug hinter mir, hoch oben am Berg.

Schon irgendwie cool, auf einmal alle diese Dinge live zu sehen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Leider hat es sich das Wetter wieder anders überlegt, und es fängt wieder an zu Regnen. In der nächsten Regenpause beschließe ich trotzdem, mir den 'Walk of Fame' auf dem Hollywood Boulevard anzusehen. Doch irgendwie ist das Ganze etwas enttäuschend. Die Geschäfte auf beiden Straßenseiten wirken trist, der Boulevard irgendwie langweilig. Gut, da sind ein paar Sterne im Asphalt, aber auch das hatte ich mir irgendwie aufregender vorgestellt. Zwischendurch regnet es immer heftig, und ich suche permanent Stellen zum Unterstellen. Auch die offenen Sightseeing Busse kämpfen mit dem wohl doch sehr ungewöhnlichen Wetter.
Hiermit hat man dann doch ehr weniger Probleme bei dem nassen Wetter.
Gegen 17:00 Uhr mache ich mich, nachdem ich lecker Pizza gegessen habe, auf den Rückweg zum Hotel. Etwas nass komme ich dort an, und beschließe, das weitere Sightseeing Programm auf den nächsten Tag zu verschieben. So hatte ich mir Hollywood eigentlich nicht vorgestellt. Wenigstens ist das Programm auf Discovery Channel gut, und das Internet verspricht gutes Wetter für den nächsten Tag.
Heute morgen sah das Bild dann schon ganz anders aus. Die Sonne lacht, der Himmel ist blau, und keine Wolke am Himmel. Da das Hotel ohne Frühstück ist, und ich eh noch zum Geldautomaten muss, da die Pizza am Vortag fast mein letztes Bargeld aufgebraucht hat, beschließe ich, zu Fuss Richtung Hollywood Blvd zu laufen. Unterwegs entdecke ich direkt neben dem Kodak Theatre einen Starbucks Coffee, und beschließe, dort erst einmal zu Frühstücken. Ein Geldautomat ist auch nicht weit, und die wichtigen Dinge sind erst einmal erledigt. Auch der Hollywood Blvd kommt mir heute irgendwie viel spannender vor. Alles ist belebt, und vor dem Kodak Theatre wird gerade alles für die Oskar Verleihung am 7. März hergerichtet.
Tribünen werden aufgebaut, neben dem Eingang wird eine riesige Oskar Figur positioniert, und Ampelanlagen werden demontiert. Es muss halt alles perfekt sein, wenn der Glanz und Glamour vorfährt.





Anschließend habe ich mich dann erst mal wieder auf den Rückweg zum Hotel gemacht, da mein Auto ja dort noch auf dem Parkplatz stand. Der Plan für den heutigen tag sah folgendermaßen aus.


Zuerst wollte ich in die Hollywood Hills fahren, und von dort den Blick einerseits Richtung Süden über Hollywood und Los Angeles genießen, und andererseits ein Stück weiter Richtung Nordosten über die Filmstudios.

Wie man auf diesen Fotos sieht, ist die Sicht sehr klar. Man kann auf dem zweiten Foto sogar den Pazifik im Hintergrund erahnen. Hatte der Regen am Vortag doch was Gutes? Normalerweise hängt L.A. ja aufgrund des schlecht ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetzes und des daraus resultierenden starken Individualverkehrs permanent unter einen dicken Dunstglocke - besser bekannt als SMOG! Aber heute ist die Luft klar.

Hier mal zwei Bilder vom Blick über die Filmstudios. Auf dem Zweiten erkennt man sogar das Markenzeichen von Warner Bros. - der weiße (Wasser) Turm. Sehr interessant finde ich auch die Ausmaße von Los Angeles. Man nirgendwo das Ende dieses riesigen Ballungsraums sehen. Die Stadt mit ihren 15 Stadtbezirken hat einfach gigantische Ausmaße. 1214 km², ca. 120 km im Durchmesser, 17,8 Millionen Einwohner in der Metropolitan Area.
Auf den Bergen im Norden sind die Luxusvillen der gut Betuchten. Leider ist es gar nicht so einfach, Fotos von den Anwesen zu machen, da meistens schon die Straßen dort hin 'Private Property' sind, und mit einem großen Tor abgeriegelt sind.
Stellvertretend sei mal dieses Anwesen gezeigt, das mir eigentlich recht gut gefällt, auch wenn es jetzt ehr ein normales Haus ist. Der Ausblick über ganz L.A. ist bestimmt nicht schlecht. Ob die Lage auf Dauer so sicher ist, wage ich zu bezweifeln, aber irgendwie hat mich das Häuschen fasziniert.

Nach dem Ausflug in die Berge bin ich dann zurück nach Hollywood und auf den Sunset Blvd. Richtung Westen gefahren.
Vorbei an tollen Häusern in Beverly Hills und Bel Air führt der Sunset Blvd. direkt bis an die Pazifik Küste.



Und auch wenn die Villen alle sehr toll und vor allem solide aussehen - unter ihrer Fassade steckt überall das gleiche: Holz!
Ich habe vor längerer Zeit mal gehört, dass es in den USA 5 und 7 Minuten Häuser gibt. Die Zeit soll angeben, wie lange sie brennen. Was da dran ist, kann ich nicht beurteilen, nur wundert es mich nicht, dass nach den verherenden Waldbränden in den letzten Jahren, die teilweise auch bin in die Wohngebiete vorgedrungen sind, meistens nichts außer die Bodenplatte von den Villen übrig gebrlieben ist.
Hier dann mal ein Bauwerk, was schon etwas solider aussieht:

Nach einigen Meilen erreiche ich dann die Pazifikküste. Ich fahre erst ein Stück Richtung Malibu, weil ich gerne mal anhalten, und ein bischen Seeluft schnuppern möchte. Der auflandige Wind passt dazu ja sehr gut. Nur leider darf man entweder nicht anhalten, oder man muss gleich 7 Dollar Parkgebühr auf einem der vielen kostenpflichtigen Parkplätze löhnen. Richtung Malibu findet sich dann aber ein Randstreifen, auf dem man parken darf.

In der leichten Brandung versuchen sich einige Wellensurfer, und am Strand sind vereinzelt Leute auszumachen. An der Küste stehen quasi auf der Klippe zwischen Straße und Wasser die berühmten Pfahlbauten, die man auch schon das ein oder andere Mal im Fernsehen gesehen hat. Ich beschließe, auf dem Pacific Coast Highway Richtung Süden zu fahren. Mein Ziel ist der Jachthafen von Los Angeles - genauer gesagt die 'Marina del Rey'.

Vorbei geht es an der berühmten Pier von Santa Monica, an der ich jedoch nicht anhalte, da einerseits mein Reiseführer sagt, dass das ganze Spektakel dort ehr touristisch ausgelegt ist, und damit alles sehr teuer sei, und andererseits kein Parkplatz unter sieben Dollar zu finden ist. Und sieben Dollar sind mir für eine halbe Stunde Santa Monica Pier dann doch etwas zu viel.
Hier ein Foto, dass ich schnell im vorbeifahren geschossen habe. Nicht besonders gut, aber man sieht die Pier mit dem Riesenrad und der Achterbahn.

Ein gutes Stück weiter komme ich dann in ein Wohngebiet, in dem man auch sein Auto kostenlos parken darf. Ich beschließe also, die Gegend ein wenig zu Fuss zu erkunden. Erst einmal Richtung Strand. Der Strand von Santa Monica ist ja auch das ein oder andere Mal in Filmen zu sehen.
Der Strand ist breit, und zu dieser Jahreszeit fast menschenleer. Im Hintergrund sieht man die Venice Fishing Pier, und weiter dahinter die Berge von Santa Maria.
Am Strand ist nur leichte Brandung, und draußen auf dem Meer sind einige Segelboote zu sehen. Ach wie schön wäre jetzt so ein kleiner Segeltrip. Nun ja, ich gehe ein ganzes Stück am Strand entlang zur Hafeneinfahrt der Marina del Rey. Direkt in erster Reihe am Strand sind einige schöne Häuser zu sehen, wobei diese Position bei Sturm nicht unbedingt meine bevorzugte Lage wäre.
Trotz der noch recht frühen Jahreszeit sind bei dem tollen Wetter bereits viele Segler auf dem Wasser, wie man hier auf dem Foto von der Hafeneinfahrt sehen kann.
Auf dieser Übersichtskarte kann man sehen, wo ich überall im Hafen war.

Dabei sind das blaue die Wege, die ich zu Fuss zurück gelegt habe, und das rote ist die gefahrene Strecke. Während die Westseite des Hafens quasi eine große Apartementanlage ist, die jedoch nicht mit einem Tor abgeschlossen ist, ist die Ostseite des Hafens ursprünglicher, und dort befinden sich auch Werften wie u.a. eine Benetau-Vertretung. In dieser großen Appartmentanlage wurde ich nach wenigen Metern von einer Security Tante in einem Golf Cart freundlich darauf hingewiesen, dass Fotografieren für Leute, die nicht in der Anlage wohnen, leider nicht gestattet sei. Warum auch immer... Ein Verbotsschild habe ich nicht entdecken können, und die Einsicht fehlte bei mir ehrlich gesagt auch ein wenig.
Hier mal Bilder, die vor dem Verbot entstanden sind:

Eine der Einfahrten zu der Maritimen Appartementanlage von der Straße aus
Ein Überblick über die Hafenanlage in Becken A
Ein schöner Daycruiser in der wahrscheinlich noch erschwinglichen Preisklasse....

.... und ein traumhaft schönes Holzboot in der wahrscheinlich nicht mehr erschwinglichen Preisklasse. Das Foto ist leider nicht so ganz optimal, da ich es aus der Hüfte heraus geschossen habe, mit den Augen immer auf der Suche nach der Security Tante, die mir das fotografieren verboten hat. ;-)

Deutlich besser als diese Seite des Hafens hat mir jedoch die andere Seite gefallen. Dort war alles etwas ursprünglicher und nicht so Schicki-Micki. Neben netten Ausflugslokalen, die alle bunt angestrichen sind, und einer Eisdiele mit super leckerem Eis lagen dort auch einige Fischerboote, die Wasserschutzpolizei und zahlreiche Ausflugsdampfer.





Der Tag in L.A. war auf jeden Fall bisher ein Highlight auf meiner Tour, oder besser vor meiner Tour. Es ist schon irgendwie toll, all die Plätze mal live zu erleben, die man sonst immer nur in den Kinofilmen sieht. Sicherlich hätte man noch gut ein oder zwei weitere Tage dort verbringen können, aber das Wochenende ist ja leider immer viel zu schnell rum, auch wenn es hier 9 Stunden länger dauert - und da ist es dann auch egal, wo man sich auf der Weltkugel befindet.

Gruß Niklas